SAP und IVG Immobilien im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Das Zertifikatejournal ist voll von SAP überzeugt und stellt ein passendes Derivat vor. Die Prior Börse wettet auf die allumfassende Trendwende bei IVG Immobilien. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikatejournals erklären, SAP habe mit den Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Jahres doppelt überrascht. Zum ersten legte das Software-Unternehmen die Zahlen zwei Wochen früher vor und zum zweiten sind die Ergebnisse besser ausgefallen als erwartet. Die operative Gewinnspanne erreichte bereinigt 30 Prozent. Der Vorstand möchte diese Marge bis zum Jahr 2015 auf 35 Prozent erhöhen und damit in die Nähe der Gewinnspannen des Konkurrenten Oracle kommen, der zuletzt 46 Prozent auswies. SAP möchte auch mit Zukäufen weiter wachsen. Im vierten Quartal 2012 soll die Übernahme des Online-Marktplatzes Ariba für 3,4 Milliarden Euro abgeschlossen werden. Nach diesen Meldungen überwand der Aktienkurs von SAP den Widerstand bei 50 Euro. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger das am 24. September 2013 fällige Discount-Zertifikates (WKN GT1 E9F) von Goldman Sachs auf SAP kaufen. Die Bank zahlt maximal 50 Euro zurück. Das entspricht einer Rendite von 12,2 Prozent beziehungsweise 10,4 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Die Prior Börse: Wette auf die allgemeine Trendumkehr
Seit dem Allzeittief bei 1,27 Euro im Juni hat der Aktienkurs von IVG Immobilien zwischenzeitlich bereits um rund 50 Prozent zugelegt. Die Experten der Prior Börse gehen jedoch von weiteren Kurssteigerungen aus, dabei sei der Immobilienkonzern nur noch ein Schatten seiner selbst und das Anfang des Jahres 2007 erreichte Allzeithoch bei 36,90 Euro weit entfernt. Im Jahr 2009 stand der Konzern kurz vor dem Ruin, mittlerweile sind jedoch mehr als die Hälfte der ungefähr fünf Milliarden Euro an Schulden refinanziert. Der neue Vorstandsvorsitzende Prof. Wolfgang Schäfers möchte den Stand der Verbindlichkeiten bis zum Ende des Jahres 2014 auf etwa 3,5 Milliarden Euro senken. Dabei soll der Erlös aus dem erhofften Verkauf des Bürokomplexes "The Squaire" am Flughafen Frankfurt am Main helfen. Zuvor schrieb IVG 350 Millionen Euro auf das Projekt ab, in das das Unternehmen 1,2 Milliarden Euro investiert hatte. Ein Verkauf soll das Konzern-Eigenkapital um etwa 300 Millionen Euro erhöhen; die zweimalige Ausgabe von neuen Aktien brachte bereits 200 Millionen Euro ein. Der Vorstand erwartet für das laufende Jahr einen geringen Verlust; die Experten zocken auf die Trendwende.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten 700 Anteile von IVG Immobilien sowie 200 Aktien der Dürr AG einbuchen.
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