SAP dreht an der Kostenschraube
Der Softwareriese SAP will seine Ausgaben senken. Laut einem Pressebericht sind die Mitarbeiter von Europas größtem Softwarehersteller dazu angehalten, bei den Reisekosten zu sparen. Zudem gibt es nach dem angekündigten Ariba-Deal neue Analystenstimmen zum DAX-Konzern.
Seit dem 1. April seien die Mitarbeiter von SAP dazu angehalten, die Ausgaben zu senken, berichtet die FTD unter Berufung auf Beteiligte aus dem Unternehmen. In einer E-Mail wurden die Mitarbeiter dazu aufgefordert, alle Reisen zu unterlassen, die nicht in Zusammenhang mit einem Kundenbesuch stünden. Nach dem ersten Quartal habe es die Aufforderung an das Management gegeben, im Rahmen der Budgets zu bleiben, erklärte ein SAP-Sprecher gegenüber der Zeitung. Neben Reisekosten betreffe das auch Neueinstellungen und Kundenevents.
Kaufempfehlung
Die Experten der WestLB haben die SAP-Aktie angesichts der geplanten Übernahme des Cloud-Spezialisten Ariba auf "Buy" mit einem Kursziel von 66 Euro bestätigt. Ob der Zukauf eine weise Entscheidung sei, könne er derzeit noch nicht sagen, so Analyst Jonathan Crozier. Positiv sei, dass der Konzern für Zukunftsinvestitionen auf den Cashflow zugreife. Auch die Experten der Commerzbank raten nun zum Kauf des DAX-Konzerns und erhöhen ihr Kursziel auf 60 Euro. HSBC-Analyst Antonin Baudry hat die SAP-Aktie hingegen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 52 Euro belassen.

Wichtige Unterstützung
Die SAP-Aktie war in den vergangenen Tagen im Zuge des schwachen Marktumfelds deutlich abgerutscht. Dabei wurde der seit August 2011 laufende Abwärtstrend verlassen. Anleger sollten nun den Unterstützungsbereich bei 44,70 und 45,04 Euro genau im Auge behalten. Idealerweise dreht der DAX-Wert dort wieder nach oben. Andernfalls drohen Abschläge bis auf zunächst 41,14 Euro und anschließend in den Bereich um 40 Euro.
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