SAP darf Ariba übernehmen
Europas größter Softwarekonzern hat die letzte Hürde auf dem Weg zur Übernahme des Cloud-Anbieteres Ariba gemeistert. Weitere Übernahmen könnten folgen und der Aktie weiteren Auftrieb verleihen.
Der Softwareriese SAP hat grünes Licht aller Wettbewerbshüter für die 4,3 Milliarden Dollar (3,35 Milliarden Euro) schwere Übernahme des Cloud-Anbieters Ariba. Nach der Zustimmung der britischen Behörden am Freitag hat am Wochenende auch das US-Justizministerium zugestimmt. Der Deal soll nun in der ersten Oktober-Woche abgeschlossen werden, teilten die Unternehmen mit.
Punkt im Kampf gegen Oracle
Der im Mai angekündigte Zukauf ist nach Meinung von Experten ein wichtiger Schachzug im Ringen mit dem Erzrivalen Oracle. Ariba ist Spezialist für sogenannte Cloud-Dienste zu, also für zentral im Internet oder in Firmennetzwerken laufende Programme und dort gespeicherte Daten.
SAP hat bereits weitere Übernahmen angekündigt. Laut Finanzvorstand Werner Brandt dürften die nächsten Zukäufe wieder in den Wachstumsmärkten Cloud, mobile Geräte sowie Datenbanken und Technik erfolgen.
Verschnaufpause
Nach dem starken Anstieg von 44 auf knapp 57 Euro hat die SAP-Aktie in den vergangenen Handelstagen eine kleine Atempause eingelegt. Es wäre vor diesem Hintergrund nur gesund, wenn der Kurs noch etwas zurückkommen würde. Wichtige Unterstützungen liegen bei 54,80 Euro (Märzhoch) und 53,00 Euro (Augusthochs).

Top-Aktie
Die Ariba-Meldung ist zwar kurzfristig ein Non-Event (da erwartet), langfristig sollte der Walldorfer Softwarekonzern davon profitieren. DER AKTIONÄR bleibt im Online-Real-Depot mit dem Hebelzertifikat CT6 ETK bei SAP investiert.
mit Material von dpa-AFX
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