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SAP: Einigung mit Oracle - Aktie vor Kurssprung?

Thomas Bergmann

Der deutsche Softwarekonzern SAP hat sich mit seinem US-Rivalen Oracle im mittlerweile fünf Jahre andauernden Datenklau-Streit geeinigt. Die Walldorfer zahlen einen dreistelligen Millionenbetrag. Die SAP-Aktie sollte profitieren.

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SAP zahlt demnach 306 Millionen Dollar (umgerechnet 251 Millionen Euro) an Schadenersatz. "SAP ist der Auffassung, dass dieser Fall lange genug läuft", erklärte ein Sprecher des deutschen Softwareriesen in der Nacht zum Freitag. Zusammen mit den über die Jahre aufgelaufenen Anwaltshonoraren werden die Amerikaner den Deutschen „mindestens 426 Millionen Dollar“ in Rechnung stellen, wie Oracle-Chefjustiziar Dorian Daley ankündigte

Datenklau im großen Stil

Die Verfehlungen, um die es geht, liegen lange zurück: Die Mitarbeiter der 2005 übernommenen und mittlerweile geschlossenen SAP-Tochterfirma TomorrowNow hatten im großen Stil unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen. Die Staatsanwaltschaft von San Francisco kam bei ihren Ermittlungen auf mindestens 6.249 Fälle und brummte SAP eine Strafe von 20 Millionen Dollar auf, die die Deutschen auch anstandslos zahlten.

Parallel dazu lief seit 2007 die zivilrechtliche Klage von Oracle vor einem kalifornischen Gericht. SAP hat die Verfehlungen längst eingestanden und sich öffentlich entschuldigt. "Obwohl wir der Meinung sind, dass die 306 Millionen Dollar zuviel sind für den entstandenen Schaden, haben wir der Übereinkunft zugestimmt, um diesen Fall zu einem vernünftigen Abschluss zu bringen", erklärte der SAP-Sprecher.

SAP

Ein Problem weniger

Für die Strafzahlung dürfte SAP bereits Rückstellungen gebildet haben, sodass die Auswirkungen auf die Bilanz gering beziehungsweise nicht vorhanden sind. Allerdings dürfte die Meldung trotzdem bei den Anlegern gut ankommen, da jetzt Gewissheit über das Ausmaß der Strafe herrscht. Sollten die Märkte die EZB-Sitzung von gestern bald verdaut haben, dürfte auch der SAP-Kurs in Kürze das Jahreshoch angreifen.

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