SAP: Ausblick macht Hoffnung
Europas größter Softwarehersteller hat die vorläufigen Quartalszahlen bestätigt, konnte aber die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Der Ausblick für 2012 wurde allerdings noch einmal bekräftigt. Im zweiten Quartal wollen die Walldorfer kräftig wachsen.
Der Softwareentwickler SAP ist gut in das Jahr 2012 gestartet. Zum neunten Mal in Folge stiegen die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse zweistellig. Zwar konnten die Walldorfer damit die Markterwartungen nicht ganz erfüllen, dafür ist der Ausblick gut.
Für das zweite Quartal erwartet der Vorstand einen wechselkursbereinigten Anstieg der Softwareerlöse um 15 bis 20 Prozent. Im entsprechenden Vorjahresquartal setzte SAP noch 838 Millionen Euro um. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse sollen ohne Berücksichtigung der Wechselkurse von 2,59 Milliarden Euro aus um 14 bis 16 Prozent klettern.
Wachstum auf Wolke 7
Die Zuversicht der Vorstandssprecher Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe hat mehrere Gründe: "Wir sehen eine hohe Wachstumsdynamik bei unserer In-Memory-Platform SAP HANA, bei Cloud- und bei mobilen Lösungen sowie bei Kernanwendungen und Analytics", so der Tenor. Vor allem das Cloud-Geschäft mit internetbasierter Mietsoftware zeige starke Wachstumsraten.

Nachkaufchance
Die SAP-Aktie startet heute etwas schwächer in den Tag. Auf mittlere Sicht hat das Papier noch deutliches Potenzial, vor allem wenn die Ankündigungen auch in die Tat umgesetzt werden. Ein 16er-KGV für 2012 ist für den Branchenführer historisch betrachtet niedrig und eröffnet bis Jahresende eine Kurschance von 30 Prozent.
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