Salzgitter: Keine Prognose
Für die Aktionäre des Stahlkonzerns Salzgitter gibt es heute einen kleinen Wermutstropfen: Das Unternehmen hebt die Dividende zwar auf 0,45 Euro je Aktie an, bleibt damit aber leicht hinter den Erwartungen zurück. Angesichts der noch immer unsicheren Konjunkturaussichten, traut sich das Management keine detaillierte Prognose zu.
Sollte es aber zu keinem drastischen Wirtschaftseinbruch kommen, erwartet Salzgitter mindestens einen stabilen Umsatz sowie ein positives Ergebnis vor Steuern. Angesichts des Preisverfalls Ende 2011 und einer zwischenzeitlichen Auslastungslücke im Röhrensegment bezeichnet es das Unternehmen als Herausforderung, das Vorjahresergebnis zu erreichen. Im Normalfall sind das alles andere als gute Nachrichten. Dennoch kann sich die Aktie von Salzgitter heute gut behaupten. Der Grund dürfte darin liegen, dass die Probleme, die die gesamte Stahlbranche betreffen, mittlerweile im Kurs eingepreist sind.
Stahlpreis steigt, aber ...
Für das erste Quartal rechnet Salzgitter mit weiteren Belastungen. Zwar hat der Stahlpreis im ersten Quartal wieder angezogen. Allerdings soll sich diese Preissteigerung nach Angaben des im MDAX notierten Unternehmens erst in den Folgequartalen bemerkbar machen. Die Gretchenfrage dürfte werden: Wie nachhaltig ist die Erholung des Stahlpreises? Im vergangenen Jahr kam es zu einer deutlichen Abschwächung

Stahlaktien sind derzeit ein heißes Pflaster. Jeder Ausbruchsversuch wurde in der jüngsten Vergangenheit wieder abverkauft. Nachdem die Aktien in den vergangenen Wochen unter Druck standen, zeigen sich zum Wochenausklang wieder Erholungstendenzen. Bei Salzgitter hat sich zuletzt im Bereich von 40,00 Euro ein Boden ausgebildet. Diese Marke sollten investierte Anleger im Auge behalten. Ein Bruch könnte weitere Kursverluste nach sich ziehen.
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