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Salzgitter: Charttechnisch angeschlagen, aber …

Markus Bußler

Die Aktie des Stahlkonzerns Salzgitter steht seit Mitte Juni deutlich unter Druck. Der Grund: Der Vorstand hat die Prognose für die Stahlsparte reduziert. Charttechnisch ist das Papier mittlerweile deutlich angeschlagen. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Die Analysten.

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Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe hat zwar das Kursziel von 50,00 auf 39,00 Euro reduziert. Hält aber an seiner Kaufempfehlung für das im MDAX notierte Unternehmen fest. Zunehmende Lieferungen südeuropäischer Stahlunternehmen nach Nordeuropa und steigende Rohstoffkosten setzten die Stahlmarge unter Druck. Allerdings habe das Unternehmen mit seiner Diversifizierung den richtigen Weg eingeschlafen. Das Risikoprofil spreche damit weiterhin für die Aktien des zweitgrößten deutschen Stahlproduzenten. Deutlich optimistischer ist Bastian Synagowitz von der Deutschen Bank. Er sieht das Kursziel sogar bei 56,00 Euro. Er zeigte sich von der jüngsten Gewinnwarnung nicht überrascht.

DER AKTIONÄR hatte sich zuletzt in Zurückhaltung mit Blick auf die Salzgitter-Aktie geübt. Der komplette Stahlsektor ist noch längst nicht über den Berg. Nach wie vor befindet sich der Stahlpreis auf Talfahrt, die Nachfrage ist mau. Ob es tatsächlich im zweiten Halbjahr zu einer Entspannung kommen wird, darf bezweifelt werden. Der Markt rechnet offensichtlich nicht mehr damit. Der Blick dürfte sich mehr und mehr auf das kommende Jahr richten. Und es hängt viel von der Politik ab, ob die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt und damit auch die Stahlnachfrage wieder wächst. DER AKTIONÄR rät Anlegern an der Seitenlinie zu bleiben, bis das Papier auch charttechnisch ein Kaufsignal generiert.

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