SAF-Holland: Commerzbank sieht 45 Prozent Potenzial
SAF-Holland fährt weiter in der Erfolgsspur: Im ersten Halbjahr 2012 wuchs der Zulieferer für die weltweite Truck- und Trailerindustrie stärker als der globale Nutzfahrzeugmarkt. Der AKTIONÄR geht davon aus, dass sich dieser Trend auch im Gesamtjahr fortsetzen wird. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial für den Real-Depot-Wert.
DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass SAF-Holland im ersten Halbjahr neben dem starken Umsatz- und Gewinnwachstum in allen drei Geschäftsbereichen auch die Eigenkapitalquote erneut verbessert hat. Sascha Gommel von der Commerzbank kommt nach den Daten zu dem Schluss, dass die Ängste der Anleger vor einer konjunkturbedingten Schwäche im Vorfeld übertrieben waren. Der Analyst sieht die Gesellschaft weiter auf einem soliden Wachstumskurs. Seine Empfehlung lautet daher: Kaufen mit Kursziel 7,40 Euro - das entspricht einem Kurspotenzial von 45 Prozent.
Keine unmittelbaren Auswirkungen
Kein Wunder: Der Einfluss der europäischen Schuldenkrise auf das Geschäft hält sich in Grenzen: "Wir sehen für SAF-Holland noch keine unmittelbaren Auswirkungen der europäischen Krise. Die südeuropäischen Märkte haben seit der Krise 2009 keinen nennenswerten Aufschwung erlebt, sodass unser Geschäft im Wesentlichen von West-, Nord- und Osteuropa beeinflusst ist. Und wir profitieren derzeit von einer guten Entwicklung gerade in Osteuropa und insbesondere in Russland", erklärt der SAF-Vorstandsvorsitzende Detlef Borghardt gegenüber dem AKTIONÄR. In Deutschland, Frankreich, UK, Benelux und Skandinavien sieht der Vorstand eine relativ stabile Entwicklung der Trailermärkte. "Was die Konjunktur der Truckmärkte betrifft, so ist sie für SAF-Holland weniger in Europa als vielmehr in Nordamerika entscheidend", so Borghardt. Der Umsatzanteil des Truckgeschäfts in Europa ist so klein, dass die Marktschwankungen hier wenig belasten. Alles in allem deutet vieles auf eine erfolgreiche Fortsetzung des Wachstumskurses hin.
Niedrige Bewertung
Bezogen auf das Gesamtjahr 2012 erwartet Borghardt einen Konzernumsatz in der Größenordnung von 850 Millionen Euro (Vorjahr: 831,1 Millionen Euro) bei stabiler Ergebnisentwicklung. DER AKTIONÄR rechnet sogar mit einem Umsatzanstieg auf 865 Millionen Euro sowie einem Gewinn von 0,80 Euro je Aktie. "Der Jahresüberschuss dürfte zwar deutlich von den geringeren Finanzaufwendungen profitieren. Allerdings sollte die Steuerquote höher ausfallen als im Vorjahr, sodass 2012 lediglich eine leichte Steigerung des Gewinns je Aktie zu sehen sein sollte", erklärt Roland Könen, Fondsmanager bei Value-Holdings Capital Partners. "Nichtsdestotrotz bleibt die Bewertung niedrig", lautet das Fazit des ehemaligen Analysten.

Weiter aufwärts
DER AKTIONÄR hält an seinem Fazit fest: Die Aktie ist mit einem 2012er-KGV von 6 günstig bewertet und sollte die nach dem jüngsten Kaufsignal gestartete Aufwärtsbewegung in den kommenden Wochen weiter fortsetzen. Der nächste Widerstand wartet im Bereich um 5,75 Euro. Ein Stoppkurs bei 4,70 Euro sichert ab.
Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Der Effecten-Spiegel rät auch wegen einiger Gerüchte zum Einstieg bei Cancom. Die Actien-Börse macht Gold und Barrick Gold zur spannendsten Spekulation. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Der SDAX-Titel setzt auch in der neuen Handelswoche den im Sommer 2012 eingeschlagenen Aufwärtstrend fort. Mit einem Sprung über die 6-Euro-Marke hat die Aktie nicht nur den höchsten Stand seit Mai letzten Jahres erreicht, sondern auch ein Kaufsignal generiert....mehr |
Die Aktie hat in den vergangenen Tagen kräftig zugelegt. Welche Ziele sind nach dem technischen Ausbruch erreichbar? DER AKTIONÄR gibt einen charttechnischen Ausblick....mehr |
Der Zulieferer für die Truck- und Trailerindustrie zählt am Donnerstag zu den Top-Performern im Nebenwerteindex SDAX. Die Aktie hat nach dem Sprung über wichtige Widerstände Tempo aufgenommen. Fundamental betrachtet ist die Aktie ebenfalls kaufenswert....mehr |
Der Zulieferer für die Truck- und Trailerindustrie hat am Freitagvormittag seine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Die zusätzlichen Mittel sollen dem künftigen Wachstum dienen. ...mehr |























