Steffen Eidam
Lufthansa und Air Berlin dürften am Montag das Interesse der deutschen Anleger auf sich ziehen, nachdem zuvor Wettbewerber Ryanair seine für das Geschäftsjahr 2009/10 erhöht hat. Die Iren konnten ihren Verlust zudem deutlich eindämmen.
Die dunklen Wolken in der Luftfahrtbranche verziehen sich. Wenngleich die Erholung nur langsam voranschreitet, viele Airlines und Flughafenbetreiber wähnen das Schlimmste hinter sich. Der irische Billigflieger Ryanair unterstreicht dies mit seiner jüngsten Prognoseanhebung. Von den verbesserten Aussichten sollten auch die Aktien der deutschen Airlines Air Berlin und Lufthansa profitieren können.
Ryanair reduziert Verluste deutlich
Die irische Billigflieger Ryanair hat im dritten Quartal einen Nettoverlust in Höhe von 10,9 Millionen Euro ausgewiesen. Im Vorjahr fiel noch ein erheblich höheres Minus von 118,8 Millionen Euro an. Dieses Ergebnis ist in erster Linie auf deutlich geringere Treibstoffkosten zurückzuführen. Im gleichen Zeitraum kletterte der Umsatz von 604,5 auf 611,9 Millionen Euro. Wichtig: Der Ausblick von Ryanair-Chef O'Leary war gut. Demnach erwartet die Fluggesellschaft im laufenden Geschäftsjahr einen Gewinn von 275 Millionen Euro. Zuvor haben die Iren einen Gewinn am unteren Ende der Spanne zwischen 200 und 300 Millionen Euro avisiert. Ryanair bekräftigte zudem, dass bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 rund eine Milliarde Euro an Barmitteln erwirtschaftet werden sollen, die den Aktionären zugute kommen sollen.

Deutsche Airlines aussichtsreich
Die Titel von Air Berlin (unverändert bei 4,25 Euro) und der Deutschen Lufthansa (plus 0,65 Prozent auf 11,70 Euro) bleiben ungeachtet der Ryanair-Daten weiter die Branchenfavoriten von DER AKTIONÄR. Die Kranichairline musste nach pessimistischen Äußerungen von Finanzvorstand Stephan Gemkow zuletzt empfindliche Einbußen hinnehmen. Nach dem übertriebenen Kursrutsch bietet sich für Anleger eine gute Einstiegschance. Auch das Papier von Air Berlin ist auf dem aktuellen Niveau kaufenswert. Lange Zeit pendelte die Aktie zwischen 3,50 und 4,00 Euro, ehe in der ersten Januarwoche der Sprung über die psychologisch wichtige 4-Euro-Marke gelang. Auch Air Berlin hat noch deutlich Luft nach oben.