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Air Berlin-Konkurrent Ryanair im Landeanflug

Leon Müller

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Das ist mal ein Gewinnsprung: 550 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum verdiente Ryanair im ersten Quartal. Europas größter Billigflieger übertraf damit zwar die Analystenschätzungen, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Der Grund: Auf Gesamtjahressicht dürfte der Gewinn nicht ganz so hoch ausfallen, wie angenommen. Das ist bitter. Die Aktie stürzt ab.

Der Chef von Europas größtem Billigflieger Ryanair ist für deftige Sprüche bekannt. Nun aber werden die Töne, die Michael O'Leary anschlägt, leiser. Aber erst einmal zum positiven. Ryanair hat mit seinen Zahlen zum ersten Quartal des im April begonnenen Geschäftsjahres 2009/10 gezeigt, was ein Gewinnsprung ist. 550 Prozent höher als noch im Vorjahreszeitraum ist das Ergebnis ausgefallen. Ryanair verdiente insbesondere dank gesunkener Treibstoffkosten 136,5 Millionen Euro und damit mehr als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Ergebnis in Höhe von 132 Millionen Euro gerechnet und zeigten sich entsprechend diesbezüglich zufrieden.

O'Leary trübt die Stimmung

Hätte O'Leary nicht noch eine handfeste Überraschung der etwas anderen Art in peto gehabt, wären wohl alle glücklich gewesen. Aber der Ryanair-Chef wusste die Stimmung zu trüben. Er rechnet - und das traf die Marktteilnehmer unvorbereitet - mit einem Gewinn im unteren Bereich der vorhergesagten Gewinnspanne von 200 bis 300 Millionen Euro. Eine Aussage, die nach Ansicht von Analysten den gesamten europäischen Luftfahrtsektor belasten dürfte. Zumal O'Leary noch im Juni erklärt hatte, er rechne mit einer Erholung im neuen Geschäftsjahr.

Ryanair im Landeanflug, Air Berlin hält Höhe

Ryanair hat zwar einen Gewinnsprung verkündet, den Anlegern mit den Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf allerdings die Laune verdorben. Das Papier setzt folglich zum Landeanflug an, verliert zweistellig an Wert. Unbeeindruckt davon notiert im frühen Handel die Aktie von Air Berlin. Sie kann sogar leicht zulegen. Die Aktie ist nur für risikofreudige Anleger ein Kauf. Der Stopp sollte bei 2,90 Euro platziert werden.

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