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RWE-Aktie: Rückenwind aus Tschechien?

Michael Herrmann

RWE darf offenbar auf einen weiteren Bieter für seine zum Verkauf stehende tschechische Tochter Net4Gas hoffen. Medienberichten zufolge ist der belgische Netzbetreiber Fluxys in den Bieterwettstreit um Net4Gas eingestiegen. Hilft das auch der Aktie?

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Fluxys und der Finanzinvestor Global Infrastructure Partners haben laut der belgische Tageszeitung De Tijd ein verbindliches Angebot für den Netzbetreiber Net4Gas vorgelegt. Beide Seiten wollten sich bisher allerdings nicht zu dem Verfahren äußern. Fluxys ist offenbar nicht der einzige Bieter. Auch der tschechische Versorger EPH soll an Net4Gas interessiert sein und sich hierfür mit der australischen Investmentbank Macquarie verbündet haben.

1,5 bis zwei Milliarden Euro

Darüber hinaus sollen auch die tschechische Finanzgruppe KKCG und der Versicherungsriese an Net4Gas interessiert sein. Der Verkaufprozess befindet sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuter bereits in der Schlussphase. Dank der vielen Bieter darf sich RWE bei einem Verkauf Experten zufolge über Einnahmen in der Höhe von 1,5 bis zwei Milliarden Euro freuen.

Schleppender Umbau

Ein Abschluss des Verkaufs wäre auch dringend notwendig, denn der Energieriese kommt beim angekündigten Konzernumbau nur sehr schleppend voran. Das musste zuletzt sogar Konzernchef Peter Terium eingestehen. Ursprünglich sollten durch den Verkauf von Beteiligungen bis Ende des Jahres bis zu sieben Milliarden Euro in die klammen Kassen des Versorgers fließen. Den Versorger drücken Schulden von über 34 Milliarden Euro. Bisher waren es aber nur 1,8 Milliarden Euro, während E.on seine ambitionierteren Ziele sogar bereits vorzeitig erfüllt hat.

Weiter kein Kauf

Auch der Verkauf von Net4Gas liegt hinter dem Zeitplan. Ursprünglich wollte RWE die Tochter bereits im vergangenen Sommer veräußern. Das zeigt einmal mehr, wie schwer sich der neue Konzernchef bei der Neuausrichtung tut. Anleger sollten daher weiter mit dem RWE-Optionsschein der Commerzbank mit der WKN CK6KNC auf eine Korrektur bis in den Bereich von 22 Euro setzen.

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