RWE-Aktie: Beflügelnde Einigkeit?
Die Tarifstreitigkeiten bei RWE sind Geschichte. Deutschlands zweitgrößter Energieversorger hat sich mit den Gewerkschaften geeinigt und wird seinen Mitarbeitern in einem zweistufigen Verfahren mehr Geld bezahlen. Was bedeutet der Deal für die Anleger des Essener DAX-Konzerns?
Nach E.on hat sich nun auch RWE mit seinen Beschäftigten auf neue Gehälter geeinigt. Die 30 000 Beschäftigten des Energiekonzerns RWE in Deutschland bekommen nach Gewerkschaftsangaben in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Die Entgelte steigen demnach rückwirkend zum 1. Februar 2013 um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um weitere 1,75 Prozent. Einmalzahlungen von je 250 Euro seien für Januar 2013 und im Februar 2014 vorgesehen.
Keine Kündigungen
Diese Details teilten die IG BCE und Verdi am Montag mit, nachdem die Tarifkommission der Einigung in der vierten Verhandlungsrunde von Freitagabend zustimmte. Außerdem seien betriebsbedingte Kündigungen für zwei weitere Jahre bis Ende 2014 ausgeschlossen. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 gefordert. Der Tarifkonflikt stand am Rande eines Streiks.

Im Rahmen der Erwartungen
Die Einigung mit den Gewerkschaften fällt im Rahmen der Erwartungen aus. An der bisherigen Einschätzung für die Aktie des zweitgrößten deutschen Energieversorgers ändert sich somit nichts. Das Chance-/Risikoverhältnis ist nach wie vor wenig attraktiv. Mutige Anleger setzen weiter mit dem RWE-Optionsschein der Commerzbank mit der WKN CK6KNC auf eine Korrektur bis in den Bereich von 22 Euro.
Mit Material von dpa-AFX
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die nächsten Dividendenzahlungen der deutschen Konzerne werden alle Rekorde übertreffen. Die DZ Bank rät in „Dividendenaristokraten“ einzusteigen. Hierbei handelt es sich um Unternehmen, die über Jahre hinweg verlässlich ihre Dividende zahlen oder sogar stetig erhöhen....mehr |
Die EU-Kommission will dem Preisverfall der CO2-Zertifikate nicht mehr länger tatenlos zusehen. Der Umweltausschuss stimmte nun einer vorübergehenden Verknappung der Verschmutzungsrechte zu. Die Aktien der Energieriesen E.on und RWE stehen daraufhin unter Druck. Zu Recht?...mehr |
Am Mittwoch präsentierte RWE das Ergebnis für das erste Quartal 2013 vor. Wie erwartet ist der Energiekonzern verhalten ins Jahr gestartet. Insgesamt lag das Ergebnis jedoch leicht über den Prognosen. Was sagen die Analysten dazu?...mehr |
Der Energiekonzern RWE hat am Mittwoch die Zahlen für das erste Quartal präsentiert. Insgesamt lag das Ergebnis leicht über den Prognosen. Die Aktie honoriert dies mit einem Zuwachs von rund 0,4 Prozent. ...mehr |
Platow Derivate ist vom Chartbild von Siemens begeistert und stellt ein passendes Zertifikat vor. Das Stuttgarter Researchbüro hat mit Markus Mezger, Tiberius Asset Management, einem Rohstoffexperten gesprochen, der jetzt – nicht bei allen Rohstoffen – nachdrücklich zum Einstieg rät. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot....mehr |























