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RWE: Zahlen liegen über den Erwartungen

Christoph Albers

RWE hat im ersten Halbjahr des laufenden Jahres Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Energiekonzern übertraf mit seinen Zahlen auch die Erwartungen der Analysten. Zudem bekräftigte der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr. Die Aktie bleibt langfristig weiter aussichtsreich.

RWE hat in den ersten sechs Monaten deutlich mehr verdient als noch ein Jahr zuvor. Das inklusive aller Sonder- und Bewertungseffekte bereinigte Nettoergebnis erhöhte sich um 23 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 21,4 Prozent auf 4,96 Milliarden Euro zu. Für den Zuwachs war vor allem die wieder anziehende Konjunktur und der niederländische Versorger Essent verantwortlich. Die Erlöse stiegen um 12,2 Prozent auf insgesamt 27,4 Milliarden Euro. Damit lagen die Essener klar über den Erwartungen der Analysten.

Prüfung der mittelfristigen Ziele

Durch die Brennelementesteuer sollen jährlich rund 2,3 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen. RWE schätzt die Brutto-Belastungen der Branche auf bis zu vier Milliarden Euro. Dadurch sieht Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann das geplante Wachstumsziel beim bereinigten Nettogwinn von fünf Prozent bis ins Jahr 2012 als gefährdet und kündigte eine Überprüfung der bisher geltenden Ziele an. Zudem erwartet der Konzernchef von der Politik ein klares Konzept über die Zukunft der Kernenergie um Planungssicherheit bei den langfristigen angelegten Investitionen zu gewährleisten.

Aktie bleibt weiterhin ein Kauf

DER AKTIONÄR hält an seiner positiven Einschätzung zur RWE-Aktie fest. Mit den über den Erwartung liegenden Halbjahreszahlen hat sich das Chance-/ Risikoverhältnis weiter verbessert. Anleger sollten den leichten Kursrückgang im Zusammenhang mit der aktuell schwachen Gesamtmarktentwicklung als Einstiegschance betrachten. Für bereits investierte Anleger sichert bei Stopp bei etwa 52,20 Euro ab.

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