RWE: Raus aus Tschechien – rein in die Aktie?
Der Konzernumbau bei RWE schreitet erfolgreich voran. Die zum Verkauf stehende tschechische Gasnetztochter Net4Gas hat offenbar das Interesse mehrerer Bieter geweckt. Die Aktie des DAX-Konzerns gibt heute dennoch überdurchschnittlich ab.
Der neue Konzernchef Peter Terium treibt den Umbau des Energieriesen RWE voran. Der Energiekonzern stößt bei dem Verkauf seines tschechischen Gasnetzes Net4Gas offenbar auf großes Interesse. Mindestens drei unverbindliche Gebote habe das Essener DAX-Unternehmen für die Tochter bis zum Fristende am 27. Juli erhalten, wie mit der Sache vertraute Personen laut Dow Jones berichten.
1,4 Milliarden Euro
Zu den Interessenten sollen demnach der tschechische Finanzkonzern KKCG, die australische Bank Macquarie und der Private-Equity-Fonds Global Infrastructure Partners zählen. Durch das Interesse mehrerer Bieter darf sich RWE wohl über einen ordentlichen Preis freuen. Der Gesamtpreis für Net4Gas soll bei rund 1,4 Milliarden Euro liegen. Damit käme RWE seinem Ziel, bis Ende des Jahres Unternehmensteilen im Wert von sieben Milliarden Euro abzugeben, ein gutes Stück näher.

E.on bleibt favorisiert
Trotz des gut fortschreitenden Verkaufs von Net4Gas ist RWE nur eine Halteposition. Konkurrent E.on treibt den Umbau noch konsequenter voran und ist besser gerüstet für die Herausforderungen der vorgezogenen deutschen Energiewende. Statt zu RWE sollten Anleger daher weiter zu E.on greifen.
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