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RWE: Auf nach Serbien – rein in die Aktie?

Michael Herrmann

RWE ist auf der Suche nach neuen Wachstumsmärkten fündig geworden. Der Energieriese hat mit Serbien eine Partnerschaft zum Ausbau mehrerer Kraftwerke abgeschlossen. Sollten Anleger bei der Aktie des zweitgrößten deutschen Energieversorgers jetzt wieder zugreifen?

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RWE strebt nach Serbien. Der Essener Energieriese hat bekanntgegeben, dass er mit dem südosteuropäischen Land eine Partnerschaft zum Ausbau eines Braunkohlekraftwerks sowie mehrerer Wasserkraftwerke abgeschlossen hat. Konzernchef Peter Terium habe eine entsprechende Absichtserklärung mit dem serbischen Vizepremier Aleksandar Vucic unterschrieben. Nach einer neunmonatigen Prüfungsphase, soll ein konkreter Kooperationsvertrag folgen.

Volumen von über zwei Milliarden Euro

Die Vereinbarung beinhaltet die Modernisierung und Erweiterung mehrerer Wasserkraftwerke an der Donau und der Drina mit einer Gesamtleistung von 920 Megawatt. Darüber hinaus soll das größte konventionelle Kraftwerk des Landes, ein Braunkohlekraftwerk westlich der Hausptstadt Belgrad, mit einer Leistung von 1.240 Megawatt modernisiert und erweitert werden. Experten schätzen das Auftragsvolumen auf mehr als zwei Milliarden Euro.

Mit Vorsicht zu genießen

Grundsätzlich ist Serbien ein milliardenschwerer Auftrag aus einem Wachstumsmarkt wie Serbien zu begrüßen. Ohne Risiko ist ein Engagement allerdings nicht. Die Korruption ist in Serbien immer noch sehr hoch, weshalb viele Gelder versumpfen. Die Aktionäre des Pharmakonzerns STADA können hiervon ein Liedchen singen. Insgesamt ändert die Absichtserklärung nichts daran, dass E.on unter den deutschen Versorger-Aktien erste Wahl ist.

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