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RWE: Auf dem richtigen Weg?

Michael Herrmann

Der Energieversorger RWE will sich Medienberichten zufolge von drei regionalen Versorgern trennen. Die Großbank UBS hat unterdessen die Aktie des DAX-Konzerns deutlich abgestuft. Ist die Skepsis der Schweizer Analysten berechtigt?

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Der Konzernumbau bei RWE schreitet voran. Wie die Rhein-Zeitung berichtet, plant RWE seine Mehrheitsbeteiligungen an den regionalen Versorgern Süwag (Frankfurt), Kevag (Koblenz) und VSE (Saarbrücken) zu verkaufen. Der DAX-Konzern wolle dadurch rund 2,5 Milliarden Euro einnehmen. Bis Ende 2013 will RWE Beteiligungen im Gesamtwert von bis zu elf Milliarden Euro verkaufen, um sich fit für die Zukunft zu machen.

Kursziel sinkt um elf Euro

Patrick Hummel und Per Lekander von der UBS sehen allerdings wenig Potenzial für die RWE-Aktie und haben das Kursziel von 42 auf 31 Euro gesenkt. Die Einstufung lautet unverändert "Neutral". Bereinigt um die geplante Kapitalerhöhung und den stärkeren negativen Einfluss des Veräußerungsprogramms notiere die Aktie mit einem KGV von 9,1. Die Dividendenrendite betrage 6,8 Prozent.

Konkurrenten in besserer Lage

Dies entspricht laut Hummel und Lekander dem Sektordurchschnitt. RWE habe nur wenig Spielraum für steigende Investitionen. Das Gewinnwachstum sei zunächst vor allem von höheren Strompreisen abhängig. Einige Konkurrenten seien dagegen in der Lage ein höheres Gewinnwachstum zu generieren.

Kein Kauf

DER AKTIONÄR sieht aktuell ebenfalls wenig Potenzial für die RWE-Aktie. Die Zahlen für das erste Halbjahr, und vor allem die Entwicklung im zweiten Quartal, haben verdeutlicht, wie schwierig die Lage bei RWE ist. Die gerade angehobene mittelfristige Prognose ist daher sehr optimistisch. Anleger sollten weiter einen Bogen um die Aktie von RWE machen.

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