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RWE: Atom-Ausstieg zum Aktien-Einstieg nutzen?

Michael Herrmann

RWE-Chef Peter Terium läutet eine Strategiewende ein. Der zweitgrößte deutsche Energieversorger will nicht nur in Deutschland, sondern komplett aus der Atomenergie aussteigen. Stattdessen sollen grüne Energieformen wie etwa Solar an Bedeutung gewinnen.

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Die Unterstützung für Atomkraft bröckelt. Erst gestern hat E.on den Abschied aus dem finnischen Atomprojekt Fennovoima bekanntgeben. RWE-Chef Peter Terium will den Pro-Atom-Kurs seines Vorgängers Jürgen Großmann nun offenbar sogar ganz beenden. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung steht RWE kurz vor dem Verkauf der britischen Atomtochter Horizon, die man zusammen mit E.on betreibt.

Komplett raus

Als Favorit für den Horizon-Verkauf gelte ein Konsortium um den japanischen Hitachi-Konzern. Der Kaufpreis soll bei mehreren hundert Millionen Euro liegen. Damit steigt RWE nach dem beschleunigten deutschen Atomausstieg endgültig auch international aus dem Neubau von Atomkraftwerken aus. "RWE steigt aus dem Neubau von Kernkraftwerken komplett aus", so Terium zur Süddeutschen Zeitung.

Solarkraft als Alternative

Sein Vorgänger Jürgen Großmann galt noch als Verfechter der Atomenergie. Terium leitet damit einen deutlichen Richtungswechsel ein. RWE sei zwar mit Verspätung in das Geschäft mit grüner Energie gestartet, man hole aber auf. So will Terium das Geschäft mit Solarparks in den nächsten Jahren ausbauen. "Dass wir die Solar-Technik lange komplett abgelehnt haben, war aus heutiger Sicht ein Fehler."

Mehr in DER AKTIONÄR

Der Strategiewechsel erscheint sinnvoll, zumal RWE noch immer einen vergleichsweise hohen Anteil an umweltschädlicher Kohle im Energiemix hat. DER AKTIONÄR hat die Aktie des Energieversorgers bereits in der aktuellen Ausgabe (44/12) noch einmal unter die Lupe genommen. Ob sie mittlerweile wieder ein Kauf ist, erfahren sie hier.

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