Die schwierige Zeit scheint beim britisch-australischen Bergbaukonzern Rio-Tinto endgültig vorbei zu sein. So winken Rio Tinto nach dem neu ausgehandelten Preissystem für Eisenerz doppelt so hohe Einnahmen aus Eisenerzverkäufen wie bisher. Auch die Analysten der Credit Suisse bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie.
Wie einst beim Öl wird nun auch der Handel mit Eisenerz von langfristigen Verträgen auf Börsenkurse umgestellt. Dieses neue Preissystem hat Vale in der vergangenen Woche mit den Stahlriesen Nippon Steel und Posco ausgehandelt. Bislang wurden die Preise in jährlichen Verhandlungen zwischen den beiden Parteien ausgehandelt, in Zukunft sollen die Eisenerzpreise vierteljährlich an den Spotmarkt angepasst werden. Aktuell bedeutet dies rund eine Verdopplung. Dem neuen System schlossen sich auch die beiden britisch-australischen Rohstoffkonzerne BHP Billiton und Rio Tinto an. Beide Gesellschaften planen zudem ihr Erzgeschäft zusammenzulegen.
Stopp nachziehen
Die positiven Nachrichten für die Eisenerzproduzenten sowie die ohnehin knappe Angebotssituation am Eisenerzmarkt hat die Aktie von Rio Tinto zuletzt stark beflügelt. Seit der Empfehlung im AKTIONÄR 06/10 Ende Januar konnte der Wert mittlerweile bereits rund 30 Prozent zulegen. In Anbetracht des positiven Marktumfelds sollten Anleger in jedem Fall weiter investiert bleiben, den Stopp aber auf 34,70 Euro nachziehen. Auch die Credit Suisse bleibt bei ihrer positiven Einschätzung für Rio Tinto und belässt ihre Einstufung auf "Outperform".
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