RIB Software: Schwache Vorstellung
Auch am zweiten Tag an der Börse haben die Anleger keine Freude an der RIB Software. Die Aktie des Herstellers von Software für die Baubranche verliert fast sieben Prozent. Beim gestrigen Debüt an der Frankfurter Börse war das Papier mit einem Verlust von drei Prozent aus dem Handel gegangen. Ist die Aktie ein Kauf?
Die Aktie von RIB Software war bereits im Hamburger Freiverkehr handelbar. Nachdem bekannt geworden war, dass die Firma einen Segmentenwechsel anstrebt, zog der Kurs in Hamburg deutlich an. Bei dem Initial Public Offering (IPO) im regulierten Markt in Frankfurt erlöste RIB Software 145 Millionen Euro. Für die Unternehmenskasse kommen 90,6 Millionen zusammen.
Nicht gefragt bei Privatanlegern
Wie die Firma bekannt gab, haben fast ausschließlich institutionelle Investoren zugegriffen. Weniger als ein Prozent der Aktien wurde von Privatanlegern gezeichnet.
Mit dem Erlös aus dem IPO will die RIB Software die Verbreitung seiner neuen Software finanzieren. Die Software stellt Bauprojekte dreidimensional dar und berechnet dabei auch die Umsetzungszeit sowie die Kosten ein. Damit soll vor allem die Planung von Großprojekten erleichtert werden.
Kein Kauf
RIB Software hat im ersten Halbjahr 2010 einen Umsatz von 19 Millionen Euro erzielt. Das operative Konzernergebnis belief sich auf 7,2 Millionen Euro. Das Nettoergebnis betrug eine knappe halbe Million Euro. Diesen Zahlen steht ein aktueller Börsenwert von stolzen 327 Millionen Euro gegenüber. Auch wenn RIB Software im Berichtszeitraum bemerkenswert gewachsen ist, ist die Aktie einfach zu teuer und kein Kauf.
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