RIB Software: Auftragsflut und Aktienrückkaufprogramm
Der Newsflow bleibt positiv. Die Fantasie ist ungebrochen groß. Einzig der Aktienkurs der RIB Software AG lässt noch einige Wünsche offen. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch der Kurs der Gesellschaft, die nach Worten ihres Vorstands das Weltbauwesen verändern will, nachhaltig anspringt.
DER AKTIONÄR hat mehrfach erklärt, dass RIB Software seine Kundenzahl und damit die Marktdurchdringung erhöhen muss. Da passt die gestrige Meldung voll ins Bild. Die Gesellschaft hat mit der Zech Group GmbH einen Vertrag über eine Unternehmenslizenz für iTWO BIM 5D unterzeichnet. "Mit der Zech Group zählen wir ein weiteres führendes, international operierendes Bauunternehmen zu unseren Kunden für iTWO BIM 5D", kommentiert RIB-Finanzvorstand Michael Sauer den vierten Phase-II-Auftrag in diesem Jahr. "Der Auftrag stärkt nicht nur unsere marktführende Position mit iTWO BIM 5D in der DACH-Region. Mit dem in Brasilien, dem größten Wirtschaftsstandort Südamerikas, sehr gut aufgestellten Unternehmen ist uns ein weiterer wichtiger Schritt in die wachstumsstarken BRIC-Staaten gelungen", führt der Finanzchef aus.
Die Phasen im Detail
Zur Erklärung: Die Vertriebspipeline gliedert sich bei RIB dabei in drei Phasen: In der ersten Phase erfolgt zum Test die Installation von fünf bis zehn Software-Lizenzen. Hier befinden sich aktuell rund 50 Kunden. Nach erfolgreicher Testphase erfolgt die Einführung von iTWO in einer oder mehreren Unternehmensabteilungen. Hier liegt das Volumen bereits bei rund 0,5 Millionen Dollar je Kunde. Darauf folgt die unternehmensweite Einführung der Softwarelösung. Die durchschnittlich erwarteten Umsätze liegen in dieser Phase III je nach Größe des Kunden zwischen einer Million und zehn Millionen Dollar.

Führungsebene muss agieren
Der neue Auftrag zeigt zwar erneut, dass integrierte modellbasierte Prozesse in der Baubranche immer mehr Anerkennung erfahren. Die Reaktion der Aktie fällt dennoch eher verhalten aus. Deutlich mehr positive Impulse würde die Umsetzung des bereits auf der Hauptversammlung genehmigten Aktienrückprogramms bringen. Dazu fehlt dem Vernehmen nach nur die entsprechende Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Gesellschaft sollte hier zeitnah den Worten auch Taten folgen lassen - um die Aktie nachhaltig nach vorne treiben. Auf dem aktuellen Niveau bietet sich Anlegern daher weiter eine interessante Einstiegschance.
Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR
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