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Rhön-Klinikum: Milliardär verkauft an Fresenius

Norbert Sesselmann

Nun ist die Katze aus dem Sack: Der Hedgefondsmanager John Paulson will seine Rhön-Klinikum an Fresenius verkaufen. Eine Übernahme wird damit immer wahrscheinlicher. Fresenius ist und bleibt ein Basisinvestment.

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Lange war unklar, was John Pauson im Schilde führte, als er bei Rhön-Klinikum zugegriffen hat. Marktteilnehmer haben vermutet, dass Pauslon auf eine Erhöhung des von Fresenius angegebenen Angebotspreises von 22,50 Euro spekuliert. Dies ist nicht der Fall. Der Milliardär unterstütz die Übernahme des MDAX-Konzerns und will seine gesamte Anteile an Fresenius verkaufen. Damit ist Paulson neben dem Rhön-Firmengründer und Ankeraktionär Eugen Münch und dem Rhön-Vorstand bisher der größte Unterstützer der Übernahme.

Größter Krankenhausbetreiber

Rückblick: Fresenius hatte den Aktionären der Rhön-Klinikum AG Mitte Mai ein freiwilliges Übernahmeangebot für 22,50 Euro je Aktie unterbreitet. Der Kaufpreis für alle ausstehenden Aktien beträgt rund 3,1 Milliarden Euro. Der Gesundheitskonzern will bis zum 27. Juni mindestens 90 Prozent plus eine Aktie der Krankenhauskette übernehmen. Gelingt der Deal, steigt die Fresenius-Tochter Helios zum größten Klinikbetreiber Deutschlands auf. Lohnen dürfte sich dieser Kauf für Fresenius allemal: Die Verwaltung soll zusammengelegt werden, der Einkauf gemeinsam betrieben werden - etwa bei teueren medizinischen Großgeräten. Dadurch sollen Synergien von rund 100 Millionen Euro pro Jahr erzielt werden.

90 Euro in zwölf Monaten

Mittelfristig ist bei Fresenius mit steigenden Kursen zu rechnen. Für Neueinsteiger ergibt sich eine lukrative Einstiegschance, da keinerlei charttechnische Hürden mehr vorhanden sind. Die Aktie notiert auf Allzeithoch. Das erste Kursziel liegt bei 90 Euro. Die UBS rechnet sogar schon in zwölf Monaten mit einem Anstieg auf diese Marke. Langfristig sind zweistellige Kurse zu erwarten.

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