Rhön-Klinikum: Fresenius zahlt 50 Prozent mehr
Das ist ein Ding! Der Medizinkonzern Fresenius will mit aller Gewalt den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum übernehmen. Der Kaufpreis liegt mehr als 50 Prozent über dem Schlusskurs der Rhön-Aktie vom Mittwoch.
Es war kein Geheimnis, dass Fresenius im Bereich Kliniken zukaufen will. Dass der DAX-Konzern gleich das komplette Geschäft von Rhön-Klinikum übernimmt, ist aber der Hammer schlechthin.
Und Fresenius macht auch gleich Nägel mit Köpfen. Der Konzern bietet 22,50 Euro pro Aktie in bar und damit 52 Prozent mehr, als der MDAX-Konzern gestern wert war. Eugen Münch, Unternehmensgründer, Ankeraktionär und langjähriger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, unterstützt das Vorhaben - bei dem Preis wenig überraschend.
Mindestens 90 Prozent
Fresenius macht die Akquisition davon abhängig, ob mehr als 90 Prozent der Rhön-Klinikum-Aktionäre das Angebot annehmen. Bei dem Kaufpreis dürfte diese Quote aber locker erreicht werden. Auf lange Sicht ist auch ein Squeeze-out-Verfahren wahrscheinlich, bei dem möglicherweise das Angebot noch einmal erhöht wird.

Annehmen!
Wer Rhön-Klinikum-Aktien besitzt und nicht auf das Squeeze-out-Verfahren warten will - das kann sich Jahre hinziehen -, sollte das Angebot annehmen beziehungsweise die Papiere auf diesem Niveau aktiv verkaufen. Ein Neueinstieg drängt sich jetzt nicht mehr auf.
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