Rheinmetall: Autosparte bereits im Juni an die Börse
Der Aufsichtsrat des Rüstungskonzerns Rheinmetall soll den Börsengang von KSPG am 07. Mai absegnen. Rund vier Wochen später wird die Autosparte an der Börse notieren. Experten bewerten KSPG mit rund einer Milliarde Euro. Was bedeutet das für die Rheinmetall-Aktie?
Rheinmetall treibt den Börsengang seiner Autosparte voran. Bereits am 7. Mai soll der Aufsichtsrat den Börsengang der KSPG - ehemals Kolbenschmidt-Pierburg - absegnen. Medienbereichten zur Folge will Rheinmetall rund 50 Prozent der KSPG an die Börse bringen.
Wert: Eine Milliarde Euro
Laut der Financial Times Deutschland hat Rheinmetall bereits ein Konsortium ausgewählt, um den Börsengang von KSPG über die Bühne zu bringen. Die Autosparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro, knapp die Hälfte der Erlöse des gesamten Rheinmetall-Konzerns. Das EBIT betrug 81 Millionen Euro. Experten bewerten den Autozulieferer mit rund einer Milliarde Euro.
Ruhiger Auftakt
Rheinmetall ist verhalten in das Geschäftsjahr 2012 gestartet. Trotz neuer Bestwerte im Automotive-Bereich musste das Düsseldorfer Unternehmen einen Gewinneinbruch hinnehmen. Im ersten Quartal steigerte der Rüstungskonzern zwar den Umsatz auf 1,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis nahm aber von 77 Millionen Euro auf 45 Millionen Euro ab. Während das EBIT im Rüstungssektor von 38 auf vier Millionen Euro zurückfiel, glänzte der Automobilsektor mit neuen Rekorden. Das EBIT wurde um 15 Prozent auf 46 Millionen Euro nach oben geschraubt.
Aktie halten
Rheinmetall hält an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Konzern erwartet demnach einen Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro (Automotive: 2,4 Milliarden Euro; Defence: 2,5 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis wird auf Vorjahresniveau erwartet. Für die Rheinmetall-Aktie könnte der Börsengang der Autosparte neue Fantasie bedeuten. Aktuell ist das Papier haltenswert. Der Stoppkurs sollte bei 35 Euro gesetzt werden.
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