Martin Weiß
Bei QSC wird nicht gekleckert, es wird geklotzt. Der ITK-Spezialist will seinen Umsatz in den nächsten Jahren verdoppeln, der Cashflow soll sich verdreifachen. Was macht die Aktie?
Am Mittwoch ist das Eigenkapitalforum in Frankfurt zu Ende gegangen. Die großen Überraschungen sind ausgeblieben, viele Firmenchefs wagten sich wegen der anhaltenden Schuldenkrise und den möglichen Folgen für die Wirtschaft kaum, Prognosen für 2012 abzugeben. Bei QSC waren Aussagen zur kurzfristigen Entwicklung ebenfalls Fehlanzeige. Dafür wissen die Investoren jetzt, wo sich die Kölner im Jahr 2016 sehen - in einer höheren Liga.
Hohe Ziele
Einer Präsentation zufolge will QSC in fünf Jahren den Umsatz auf 0,8 bis 1,0 Milliarden Euro gesteigert haben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, soll zu diesem Zeitpunkt 25 Prozent vom Umsatz ausmachen. Beim Free Cashflow erwartet QSC einen Zuwachs auf 120 bis 150 Millionen Euro.

Die Präsentation spiegelt frühere Aussagen des Unternehmens wider, ist also "old news" für die Aktie und dürfte daher keine Auswirkungen auf den Aktienkurs haben. Gleiches gilt für die Präzisierung des Zielkorridors für den 2011er-Cashflow von 35 bis 45 Millionen Euro auf nun 40 bis 45 Millionen Euro.
Ausgestoppt!
DER AKTIONÄR hatte für QSC einen Stopp bei 2,15 Euro platziert, der am 9.11. ausgelöst wurde. Die aktuelle Einschätzung ist neutral. Ohne kurstreibende Nachrichten könnte die Abwärtsbewegung anhalten. Erst mit dem Sprung über die Marke von 2,33 Euro wird die Sache wieder interessant.
Sehr kurzfristig orientierte Trader können auf eine Gegenbewegung im Abwärtstrend (siehe Chart) spekulieren. In diesem Fall beträgt das Kurspotenzial etwa 15 Prozent.