Norbert Sesselmann
Der Telekommunikationsanbieter QSC hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Unterm Strich konnten alle wesentlichen Kennzahlen verbessert werden. Mit einem positiven Free Cashflow von 12,9 Millionen Euro gelang es die Nettoverschuldung vollständig abzubauen. Sparprogramme und die Konzentration auf margenstarke Geschäftsfelder haben das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig gemacht.
QSC steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz auf 420,5 Millionen Euro gegenüber 413,3 Millionen Euro im Vorjahr. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich das Unternehmen auf die Bereiche konzentriert, in denen hohe Deckungsbeiträge erzielt werden konnten. Das EBITDA stieg um 9,6 Millionen auf 76,9 Millionen Euro, der Umsatz erhöhte sich um 7,2 Millionen Euro auf 420,5 Millionen Euro.
Ziele erreicht
Vor allem das Großkundengeschäft, in dem QSC sein eigenes Netz vermietet, und der Verkauf sogenannter „managed services", auf Kundenwünsche zugeschnittene individuelle Lösungen, lief gut. Der Verkauf von klassischen Telefonprodukten ging dagegen weiter zurück. Unterm Strich stieg der Gewinn auf 5,5 Millionen Euro. Damit verfehlte QSC zwar die Erwartung von Analysten bei Umsatz und Überschuss leicht, erfüllte aber seine eigenen Jahresziele.
Optimistisch für 2010
QSC plant im laufenden Geschäftsjahr die Finanz- und Ertragskraft weiter zu stärken. 2010 wird sich die Weiterentwicklung von einem Netzbetreiber zu einem Lösungsanbieter fortsetzten, so der Vorstandschef. Hierbei versucht das Unternehmen auf margenschwache Standardprodukte bewusst zu verzichten und die Alleinstellung als „der Mittelständler für Mittelständler" im Telekommunikationsmarkt auszubauen. Trotzdem sollen die Erlöse genau wie der operativer Gewinn und Überschuss in diesem Jahr steigen.

Dabeibleiben
DER AKTIONÄR glaubt weiterhin an die Investment-Story bei QSC. Das Unternehmen ist nachhaltig profitabel und ist mit einem eigenen Breitbandnetz in der Lage Wettbewerbern Marktanteile abzuknüpfen. Die seit August 2009 andauernde Seitwärtsbewegung könnte nun bald ein Ende finden. Mit einem Kursanstieg über 1,70 Euro hat sich das Chartbild wieder aufgehellt. Nun könnte wieder Kaufinteresse aufkommen und eine Aufwärtswelle bis 2,00 Euro nach sich ziehen.