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QSC: Aktie verliert sechs Prozent

Martin Weiß

Beim Kölner ITK-Spezialisten QSC geraten die Bullen zusehends in Bedrängnis. Der Aktienkurs hat in den letzten fünf Wochen bereits 20 Prozent an Wert eingebüßt und wurde heute von den Bären erneut in die Mangel genommen. Meldungen über die Umplatzierung von Millionen Aktien belasten die Stimmung zusätzlich.

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In einer Pflichtmitteilung vom Nachmittag hat der Anker-Investor Baker Capital die Umplatzierung von mehr als 25 Millionen QSC-Aktien angekündigt. Baker überträgt die Aktien an die Anteilseigner des schon mehr als zehn Jahre laufenden geschlossenen Fonds. Bei den Investoren handelt es sich nach Angaben der Amerikaner um langfristig orientierte institutionelle Anleger sowie Family Offices.

Wie geht es weiter?

Auf Nachfrage des AKTIONÄR bedauerte Firmensprecher Arne Thull die Entscheidung des Großinvestors zwar, schränkte aber ein: "Durch die Umplatzierung der Anteile hat sich nichts an den hervorragenden Aussichten für unser Unternehmen geändert. Der Lebenszyklus des geschlossenen Fonds neigt sich dem Ende, damit ist die Maßnahme nachvollziehbar."

Baker Capital hatte bereits im Frühjahr 2011 rund acht Millionen QSC-Aktien an seine Investoren ausgeschüttet.

Ob sich QSC nach einem neuen Großinvestor umsieht wollte Thull nicht sagen: "Mit den beiden Gründern Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers verfügen wir über zwei Anker-Investoren, die zusammen mehr als 20 Prozent der Anteile halten und noch nie eine Aktie verkauft haben."

An der Börse zeigten sich die Anleger weniger gelassen. Die QSC-Aktie tendierte den Tag über deutlich schwächer, verlor in der Spitze mehr als 7,5 Prozent an Wert und setzte auf die wichtige Unterstützungsmarke bei 2,10 Euro auf.

Das Handelsvolumen auf Xetra erreichte dabei mit mehr als drei Millionen gehandelten Aktien den höchsten Wert seit einem Jahr. Ob die neuen Anteilseigner zu den Verkäufern gehörten ist unklar.

DER AKTIONÄR hält an seiner Empfehlung für QSC fest. Operativ läuft es bei den Kölnern nach Plan. Die Unsicherheit hinsichtlich der massiven Umplatzierung könnte den Kurs jedoch kurzfristig weiter belasten. Anleger sollten den Stopp bei 1,90 Euro beachten.

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