Sascha Grundmann
Starke Zahlen für sein drittes Quartal sorgen dafür, dass der Diagnostikkonzern Qiagen am Dienstagmorgen die Gewinnerliste im TecDAX deutlich anführt. Beim jüngsten Ergebnis, mit dem das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertreffen konnte, spielt auch die Schweinegrippe eine große Rolle.
Spricht man momentan von Pharma- und Biotech-Aktien, kommt man an der Schweinegrippe kaum vorbei. Dass dieses Thema an der Börse allerdings mehr zu bieten hat als pure Kursfantasie, hat der Diagnostikkonzern Qiagen im jüngst abgelaufenen dritten Quartal gezeigt: Unter anderem dank seiner Tests, die eine Untersuchung der Patienten auf das Schweinegrippe-Virus ermöglichen, konnte Qiagen beim Umsatz um 13 Prozent auf 259,7 Millionen Dollar zulegen, beim Gewinn sogar um 81 Prozent auf 37,7 Millionen Dollar. Der operative Gewinn lag mit 53,4 Millionen Dollar deutlich über den Erwartungen der Analysten (45,3 Millionen).
Ausblick angehoben
Qiagen nahm die Zahlen des dritten Quartals zum Anlass, die Prognose für das Gesamtjahr 2009 zu erhöhen. So soll das Ergebnis je Aktie 0,88 bis 0,90 Dollar betragen. Bislang war man von einer breiteren Spanne zwischen 0,86 und 0,90 Dollar ausgegangen. Auch beim Umsatz wurde der Ausblick konkretisiert. Hier rechnet man bei Qiagen jetzt mit Erlösen am oberen Ende des Bereichs zwischen 930 und 970 Millionen Dollar.
Neues Gap
Gerade der positive Ausblick dürfte für den Anstieg der Qiagen-Aktie am Dienstagmorgen um knapp fünf Prozent - und das Aufreißen eines neuerlichen Gaps - verantwortlich sein. Das vorherige Gap von Mitte September ist mit diesem jüngsten Kurssprung geschlossen. Nun erscheint ein Test des bisherigen Jahreshochs bei 15,98 Euro wahrscheinlich. Sollte die Notierung daran scheitern, könnte zwar eine Schließung des neuen Gaps anstehen. Doch vor dem fundamental guten Hintergrund bleibt DER AKTIONÄR bei seinem vorläufigen Kursziel von 17,50 Euro.
