Q-Cells vor Rettung – und was bleibt für die Aktionäre?
Der insolvente Solarkonzern Q-Cells könnte gerettet werden. Es gäbe mehrere Interessenten für das Unternehmen oder Teile davon, hieß es am Montag. Der Aktienkurs schnellte daraufhin um über 20 Prozent in die Höhe. Aber was haben die Anleger wirklich von einer möglichen Rettung?
"Unser Ziel ist es, möglichst große Teile von Q-Cells und der Arbeitsplätze zu retten", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Henning Schorisch am Montag. Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells soll an einen oder mehrere Investoren verkauft werden - es gäbe mehrere Interessenten hieß es. Bleibt die Frage, was die Aktionäre von Q-Cells von einer möglichen Rettung haben.
Die große Lösung?
Die wahrscheinlichste Variante ist allerdings ein Verkauf von Unternehmensteilen. Mit dem Erlös dieser Verkäufe würden zunächst die Gläubiger bedient. Aufgrund der hohen Schuldenlast ist kaum davon auszugehen, dass die Erlöse ausreichend sind, um die Außenstände vollständig auszugleichen.
Ein kompletter Verkauf des Solarkonzerns ist aufgrund der hohen Verschuldung ebenfalls nicht zu erwarten. Denkbar wäre vielleicht der Einstieg eines Großinvestors und eine komplette Umschuldung mit staatlicher Unterstützung.
Kurzfristige Fantasie
Wie bereits am Montag erwähnt, könnten die Spekulationen um eine Rettung von Q-Cells den Aktienkurs kurzfristig weiter in die Höhe treiben. Eine langfristige Erholung des Papiers ist aber aufgrund der stark angeschlagenen Bilanz unwahrscheinlich.
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