Q-Cells: Neue Gespräche, neuer Kursschub - treiben Spanier den Kaufpreis in die Höhe?
Eigentlich schien die Sache klar: Die südkoreanische Hanwha-Gruppe schnappt sich für rund 250 Millionen die Filetstücke der insolventen Q-Cells. Jetzt gibt es Gerüchten zufolge mit der spanischen Isofoton einen neuen Bieter. Die Gespräche laufen. Kommt es eventuell zu einem Bieterwettstreit? Die Aktie von Q-Cells zieht wieder an.
Q-Cells selbst verkündete am Sonntag, dass mit Hanwha aus Südkorea einen Kaufvertrag über weite Teile der Q-Cells-Gruppe unterzeichnet worden ist. Es fehle lediglich die Zustimmung der Gläubiger. Diese könne am Mittwoch auf der nächsten Gläubigerversammlung erfolgen.
Was zahlt Isofoton?
Jetzt soll es mit dem spanischen Solarzellenproduzenten Isofoton einen neuen Interessenten geben. Nach eigenen Angaben befindet sich Isofoton derzeit in Gesprächen mit Q-Cells. Isofoton wolle im Gegensatz zu Hanwha alle Q-Cells-Arbeitsplätze erhalten. Standortverlagerungen seien nicht geplant. Über die Höhe des angebotenen Kaufpreises machte der Sprecher von Isofoton allerdings keine Angaben.
250 Millionen Euro von Hanwha
Eigentlich schien der Deal mit Hanwha bereits in trockenen Tüchern. Die Südkorenaer wollen weite Teile des Q-Cells-Konzerns übernehmen. Darüber hinaus ist die Übernahme von betriebsbezogenen Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe geplant. Insgesamt sollen rund 250 Millionen Euro an Q-Cells fließen.
Jetzt könnte es zu einer Aufbesserung des Angebotes durch Isofoton kommen. Ob ein neues Angebot allerdings ausreicht, um sämtliche Schulden von Q-Cells abzudecken, muss bezweifelt werden. Allein die drei ausstehenden Wandelanleihen des insolventen Solarkonzerns haben ein Gesamtvolumen von rund 870 Millionen Euro.
Kein Geld für die Aktionäre
Die Aktie von Q-Cells notiert derzeit rund 18 Prozent höher bei 0,20 Euro. In der Spitze hatte der Kurs am Montag bereits 0,238 Euro erreicht. Kurzfristige Spekulationen könnten die Aktie zwar erneut in die Höhe treiben, aber sollte es letztlich - mit wem auch immer - zu einer Einigung kommen, dürften die Aktionäre aller Voraussicht nach leer ausgehen. Die Schuldenlast von Q-Cells ist einfach zu groß.
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