Q-Cells: Kursziel 0,01 Euro – rette sich wer kann!
Die Q-Cells-Aktie verliert weiter an Boden. Zwischenzeitlich hatten Übernahmespekulationen den Wert bis auf 0,20 Euro in die Höhe schnellen lassen. Am Montag gibt sie um weitere 15 Prozent nach und notiert nur noch bei 0,125 Euro. Realistisch sind aber noch weitaus tiefere Kurse.
Es ist ruhig geworden um Q-Cells. Ist die Übernahme durch den südkoreanischen Hanwha-Konzern geplatzt? Gibt es weitere Interessenten? Und was springt eigentlich für die Aktionäre raus, sollte es tatsächlich doch zu einer Übernahme kommen?
Die Antwort auf die letzte Frage ist: Nichts. Denn aller Voraussicht nach wird ein Aufkäufer nur Teile der Q-Cells AG akquirieren, ähnlich wie es im Frühjahr 2012 bei Solon der Fall war. Damals hatte Microsol, ein Solarzellen-Produzent aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, nicht die Solon AG übernommen, sondern lediglich das Werk in Berlin, die Markenrechte sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Zu viele Schulden
Obwohl der Kaufpreis nicht veröffentlicht wurde, dürfte er deutlich unter den 400 Millionen Euro gelegen haben, die Solon seinen Gläubigern schuldete. Bei Q-Cells summiert sich dieser Betrag auf über 800 Millionen Euro. Auch hier ist nicht davon auszugehen, dass die Erlöse von Teilen der AG diesen Betrag übersteigt.
Über 90 Prozent Verlustpotenzial
Für die Solon-Aktionäre endete die finale Übernahme der Filet-Stücke des Konzerns quasi mit dem Totalverlust. Die Aktie notiert heute bei nur noch 0,071 Euro, der Börsenwert ist auf 1,3 Millionen Euro zusammengeschmolzen.
Würde man die Q-Cells AG ähnlich bewerten, ergäbe sich bei 176 Millionen ausstehenden Aktien ein Kurs von unter 0,01 Euro je Anteilschein - gegenüber dem aktuellen Niveau also ein Abschlag von über 90 Prozent. DER AKTIONÄR rät, um Q-Cells einen weiten Bogen zu machen.
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