Q-Cells: Das Ende
Der Solarzellenhersteller Q-Cells stellt einen Insolvenzantrag. Das Ende hatte sich bereits angedeutet. Schließlich ist Q-Cells auch an sich selbst gescheitert.
Es ist vorbei. Q-Cells geht pleite. Die deutsche Solarfirma hat am Montagnachmittag gemeldet, am 3. April 2012 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Q-Cells glaubt selbst nicht mehr an die Durchführbarkeit des eigenen Rettungsplans beziehungsweise Debt-to-Equity-Swap: "Vor dem Hintergrund der letztinstanzlichen Entscheidung des OLG Frankfurt a. M. vom 27. März 2012 im Fall Pfleiderer war das Unternehmen zu der Überzeugung gelangt, dass damit keine Fortführungsprognose mehr gegeben ist."
Während Aktionäre vor dem Nichts stehen, gibt es für die Mitarbeiter durchaus Perspektiven: "Die Unternehmensleitung wird gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter daran arbeiten, den Fortbestand des Unternehmens in der Insolvenz sicherzustellen."
Falsche Strategie
Die Q-Cells-Aktie hatte im Zuge einer aggressiven Expansion 2007 ihr Hoch erreicht. Doch letztlich war der Aufbau hoher Zellkapazitäten in Deutschland und Malaysia (selbst hier liegen die Löhne deutlich über dem China-Niveau) die falsche Entscheidung - zumal gerade Solarzellen ein leicht zu transportierendes und in Massenproduktionen herzustellendes Produkt sind. Der Aufbau einer eigenen Modulproduktion und -Marke kam hingegen viel zu spät. Der letzte Strohhalm - die Projektierung großer Solarparks - wurde schließlich vom Gegenwind der deutschen EEG-Kürzung geknickt.

Aktie meiden
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner deutlichen Verkaufsempfehlung (siehe auch: "Jetzt ist alles klar").
Der Autor dieses Artikels hatte sich heute (kurz vor der obigen Meldung) im Interview mit dem DAF zu Q-Cells und Solarworld geäußert.
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