Q-Cells: Aus. Ende. Vorbei. Aktionäre gehen leer aus!
Schock für unverbesserliche Optimisten und Pennystock-Zocker: Die Q-Cells-Aktie ist quasi rettungslos verloren. Dies teilte die Firma heute selbst mit.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Heute wurde sie offiziell beerdigt. Die Q-Cells-Aktie verliert am Mittwoch deutlich zweistellig an Wert. Grund ist eine Mitteilung der Firma. In dieser heißt es, die Gläubigerversammlung habe beschlossen, dass der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden soll. Gut für die Mitarbeiter. Doch seit der Insolvenz haben die Aktionäre der Aktie ihre Ansprüche an künftigen Gewinnen de facto verloren.
Im letzten Satz der Ad-hoc steht unmissverständlich geschrieben: "Es wird darauf hingewiesen, dass die Aktionäre der Q-Cells SE aus den Erlösen eines M&A-Prozesses und/oder eines Insolvenzplanverfahrens weder Ausschüttungen noch sonstige, nennenswerte Vermögensvorteile erhalten werden."
Der Insolvenzverwalter schätzt, dass selbst die nicht nachrangigen Gläubiger im Liquidationsfall nur mit 13,9 Prozent rechnen können. Besser sieht es im Fortführungsfall aus: Dann winken immerhin 19,3 der ursprünglichen Forderung.
Falsche Strategie
Die Q-Cells-Aktie hatte im Zuge einer aggressiven Expansion 2007 ihr Hoch erreicht. Doch letztlich war der Aufbau hoher Zellkapazitäten in Deutschland und Malaysia (selbst hier liegen die Löhne deutlich über dem China-Niveau) die falsche Entscheidung - zumal gerade Solarzellen ein leicht zu transportierendes und in Massenproduktionen herzustellendes Produkt sind. Der Aufbau einer eigenen Modulproduktion und -Marke kam viel zu spät. Mehr Chancen verspricht die Intensivierung des Projektgeschäftes.

Für Aktionäre: Keine Chance
DER AKTIONÄR hatte rechtzeitig (siehe auch: Q-Cells: Jetzt ist alles klar - schnell reagieren!) auf die schlechte Positionierung von Q-Cells und der drohenden Pleite hingewiesen. Die deutliche Verkaufsempfehlung ist intakt. Jetzt erst recht.
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