Puma noch im Winterschlaf
Der Lifestyle- und Bekleidungskonzern Puma ist nicht gut aus den Startlöchern gekommen. Im ersten Quartal fiel der Gewinn deutlich zurück. Wie geht es weiter mit der Aktie?
Der zum Luxusgüterkonzern PPR gehörende Sportartikel- und Modehersteller Puma ist verhalten ins neue Geschäftsjahr gestartet. Nach dem steilen Kursanstieg der letzten Monate sollten Anleger Gewinnmitnahmen in Betracht ziehen.
Keine großen Sprünge
Zwar konnte Puma im ersten Quartal den Umsatz um gut sechs Prozent auf 821 Millionen Euro ausbauen, der Gewinn fiel jedoch deutlich zurück. Während sich die Erlöse in der Eurozone stabil hielten, mussten die Herzogenauracher in der Region EMEA Einbußen in Höhe von 1,7 Prozent ausweisen. Gleichzeitig fiel das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 8,1 Prozent auf 102 Millionen Euro zurück. Der Nettogewinn ist um knapp fünf Prozent auf 74 Millionen Euro gesunken. Neben der Kaufzurückhaltung in Europa machten sich in den ersten drei Monaten 2012 vor allem die höheren Beschaffungskosten negativ bemerkbar. Die Rohertragsmarge fiel unterdessen um 120 Basispunkte auf 51,2 Prozent.
Umsatzbringer Fußball
Auf Jahressicht rechnen die Franken nach wie vor mit einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich, während der Konzerngewinn um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag zulegen soll. Der neue Puma-Chef Franz Koch peilt vor dem Hintergrund der Fußball-EM den Sprung über die Umsatzhürde von vier Milliarden Euro an.

Gewinne mitnehmen
Die Puma-Aktie hat das ursprüngliche AKTIONÄRS-Kursziel von 260 Euro bereits im Februar erreicht. Anleger, die unserer Empfehlung gefolgt sind, können sich über einen üppigen Gewinn freuen. Spätestens nach der Vorlage der Quartalszahlen sollten Gewinne mitgenommen werden. Ein Neueinstieg drängt sich angesichts fehlender Wachstumsimpulse, trotz Fußball-EM, nicht auf. Zudem sind die Titel mittlerweile mit einem 2013er-KGV von 15 im Peer-Group-Vergleich ambitioniert bewertet.
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