Pulsion Medical Systems und Leoni im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Die Prior Börse rät dazu, es den Managern von Pulsion Medical Systems gleichzutun. Platow Derivate erwartet, dass der Aktienkurs von Leoni nicht mehr weiter aufholt und stellt ein passendes Zertifikat vor. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten der Prior Börse erinnern daran, dass der Vorstand von Pulsion Medical Systems Mitte Januar zum zweiten Mal in kurzer Zeit die Prognose für das Jahr 2012 erhöht hat. Demnach belief sich der Umsatz auf 34,5 bis 34,7 Millionen Euro und das operative Ergebnis auf mindestens 9,5 Millionen Euro. Das Medizintechnik-Unternehmen produziert vor allem Geräte zur Herz-Kreislauf-Überwachung schwerkranker Patienten. Dabei schenkt der Konzern den Krankenhäusern die Monitore beinahe. Dafür verlangt es für die Katheter, mit denen die Patienten an das System angeschlossen werden, 250 Euro. Die sogenannten Verbrauchsmaterialien sind also die Haupteinnahmequelle, wie bei vielen anderen Medizintechnik-Unternehmen auch. Pulsion Medical Systems ist nach der US-Firma Edwards Lifescience der zweitgrößte Anbieter von Geräten und Material für das sogenannte hämodynamische Monitoring (Anmerkung der Redaktion: Das Überwachen des Blutflusses in den Blutgefäßen). Weltweit müssten jährlich 18 Millionen Patienten so überwacht werden, tatsächlich sind es allerdings nur zirka 500.000. Weiteres Wachstumspotenzial ergäbe sich, wenn Pulsion die USA besser erschließen würden. Dort ist der mit Abstand größte Markt. Die zweite Sparte von Pulsion sind sogenannte bildgebende Verfahren, mit denen für Ärzte bestimmte Merkmale des Körperinneren sichtbar gemacht werden. Pulsion könnte zudem durch Firmenzukäufe das Produktportfolio erweitern. Da der Vertrieb die Schwachstelle ist, möchte der Vorstand eine Marketingkampagne starten. Die Bilanz indes ist kerngesund. Zum 30. September 2012 beliefen sich die Eigenkapitalquote auf 73 Prozent und der Netto-Barbestand auf zwölf Millionen Euro. Der Börsenwert beträgt bei einem Kurs von elf Euro rund 90 Millionen Euro. Zudem kauft der Vorstand regelmäßig Pulsion-Aktien, da er anscheinend von einer Unterbewertung des Konzerns ausgeht. Möglicherweise wird Pulsion eines Tages sogar zum Übernahmeziel.

Platow Derivate: Das Ende der Aufholjagd
Der Aktienkurs von Leoni ist seit Mitte November 2012 um rund 45 Prozent gestiegen. Trotzdem ist der im Frühjahr 2012 begonnene Abwärtstrend für den Autoindustrie-Zulieferbetrieb weiterhin gültig. Die Experten von Platow Derivate gehen davon aus, dass die Erholung nun beendet ist, da es am Montag, 28. Januar, zu einer charttechnischen Umkehrformation gekommen ist. Da der Aktienkurs nahe an diesem Erholungshoch aus dem Herbst 2012 notiert, kann der Stoppkurs für eine Short-Spekukation vergleichsweise eng gesetzt werden. Das bedeutet, falls sich die Umkehrformation als Fehlsignal erweist und der Kurs trotz aller Widerstände weiter steigt, könnte schnell eine Long-Süekulation eingegangen werden. Doch, wenn der Kurs trendgemäß sinkt, hat die Short-Spekulation enormes Potenzial. Fundamental ergibt sich bei dem auf Kabel- und Bordnetze spezialisierten Unternehmen ein gemischtes Bild. Vor allem die sinkende Nachfrage vieler europäischer Autokonzerne macht Leoni schwer zu schaffen. Deshalb senkte der Vorstand im Jahr 2012 zweimal die Ziele. Seither gilt die Prognose eines Umsatzes von 3,75 Milliarden Euro sowie eines operativen Ergebnisses von 235 Millionen Euro. Vor allem durch Kosteneinsparungen sollte dieses Ziel zumindest annähernd erreicht worden sein. Da Leoni rund drei Viertel des Geschäfts mit Autoherstellern wie zum Beispiel den angeschlagenen Konzernen Peugeot und Opel erzielt, ist trotz flexibler Kostengestaltung vorerst nicht mit hohem Wachstum zu rechnen. Risikobereite Anleger sollten deshalb das endlos laufende Short-Zertifikate (WKN CG7 VB3) der Citigroup auf Leoni kaufen und den Stoppkurs bei 0,67 Euro beziehungsweise bei rund 34,30 Euro für die Aktie setzen. Der Schein ist mit einer Basis bei 41,01 Euro, einer Totalverlust-Schwelle bei 38,70 Euro und einem Hebel von derzeit 3,6 ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:
Im Musterportfolio sind die 250 Inline-Optionsscheine (WKN DX4 SRR) auf das Währungspaar Euro/Dollar mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 5.100 Short-Zertifikate (WKN CG7 VB3) auf Leoni zu 0,81 Euro eingebucht und bei 0,67 Euro abgesichert.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die Leoni-Aktie führt am Freitag die Gewinnerliste im MDAX an. Das alte Bewegungshoch rückt damit wieder in greifbare Nähe. Darauf sollten Anleger jetzt achten....mehr |
Nach den vorläufigen Zahlen Ende April hat der Kabelspezialist Leoni am Dienstagmorgen die offizielle Quartalsbilanz präsentiert. Dabei bestätigt Konzernchef Klaus Probst den Ausblick für 2013. 2014 soll der Gewinn deutlich steigen....mehr |
Die Deutsche Bank hebt ihre Einschätzung zu Leoni erneut an. Wie am Montag nimmt die Aktie eine Spitzenposition bei den Tagesgewinnern ein. ...mehr |
Leoni ist heute der zweitbeste Wert im MDAX. Händler verwiesen auf eine kurzfristig positivere Sicht der Deutschen Bank zu dem Autozulieferer....mehr |
Freudentag für die Aktionäre von Leoni. Der Automobilzulieferer schüttet am Donnerstag seine Dividende aus. Zu Beginn der Handelswoche bestätigte der MDAX-Konzern zudem seine Prognose für das Gesamtjahr. Die Aktie notiert in Schlagdistanz zum alten Bewegungshoch. ...mehr |























