PSI: Vom Gewinner zum Verlierer der Energiewende
Die Aktie von PSI findet sich am Freitag am Ende des TecDAX wieder. Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose gesenkt. Den schwarzen Peter schiebt PSI den Kunden zu: Viele Stromnetzbetreiber hätten wegen noch nicht geklärter regulatorischer Anforderungen die Investitionen zurückgehalten. Wie geht es mit der Aktie weiter?
Lange wurde PSI als der Gewinner der Energiewende in Deutschland gefeiert. Der Ökostrom sollte über intelligente Stromnetze zum Verbraucher transportiert werden. Je größer der Anteil der regenerativen Energien ist der in das Stromnetz eingespeist wird, desto komplizierter wird dessen Verteilung. Eine rasche Ausweitung der erneuerbaren Energien wird erhebliche Investitionen in Administrationssoftware nach sich ziehen. Soweit die Theorie. Es sollte anders kommen.

Energiewende lahmt
Viele Stromnetzbetreiber halten sich derzeit mit ihren Investitionen noch zurück. Grund sind noch nicht geklärte regulatorischer Anforderungen bezüglich der anstehenden Energiewende. Weiterhin verhagelten höhere Kosten für den Markteintritt in Asien das Geschäft. Unter dem Strich stand nach neuen Monaten ein Umsatz von 117,3 Millionen Euro. Ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis ging von 3,6 auf 3,4 Millionen Euro zurück.
Vorstand rudert zurück
Für das Gesamtjahr rechnet PSI nur noch mit einem operativen Ergebnis zwischen zehn und elf Millionen Euro. Ursprünglich angepeilt waren 13 Millionen Euro. Der Umsatz soll von 159 auf 170 Millionen Euro steigen.
Weiter gefragt
PSI wurde zuletzt immer wieder als Gewinner der Energiewende herausgestellt. Vor allem den sogenannten Smart-Grids wird eine große Zukunft vorhergesagt. Diese steuern intelligente Regelfunktionen bezüglich der Einspeisung regenerativer Energien. Dadurch werden in Engpässe im Übertragungs- oder Verteilnetz vermieden. DER AKTIONÄR sieht den Ergebnisrückgang als vorübergehende Delle im Geschäft von PSI an. Die Aktie sollte auch in den nächsten Monaten eine gute Performance auf das Parkett legen. Kursziel: 22,50 Euro. Stopp: 13,60 Euro.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Der Berliner Softwarehersteller PSI hat exzellente Produkte – und will damit weitere Länder erobern. Neben Osteuropa und Russland steht auch China auf der Wachstumsagende. Gerade hat der Depotwert einen neuen Auftrag erhalten....mehr |
Die Euro am Sonntag erwartet weiter dicke Gewinne mit der Aktie von Dürr. Die Börse am Sonntag erkennt Chancen bei der Deutschen Bank, steigt aber dennoch nur vorsichtig mit einem Derivat ein. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot....mehr |
Die Euro am Sonntag beschäftigt sich mit dem anhaltenden Streit zwischen Oracle und SAP. Der Strategie-Report jubelt über ein Kaufsignal für die Aktie der Commerzbank. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Das Softwareunternehmen PSI ist in der ersten Jahreshälfte 2012 kräftig gewachsen. Den Berlinern ist es gelungen, dass schwache Geschäft im Energiemanagement zu kompensieren. Angesichts der starken Auftragsentwicklung ist die Konzernführung auch für die kommenden Monate optimistisch. ...mehr |
Die Euro am Sonntag sieht die Übernahme-Kursfantasie für die Aktie der Schuler AG als noch nicht ausgereizt an und möchte das mit einem Derivat nutzen. TradeCentre möchte mit den Anteilen von Sky Deutschland in den Kurshimmel. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |























