ProSiebenSat.1: Aktie bastelt am Ausbruch
Die ProSieben-Aktie pendelt derzeit um den wichtigen Widerstand bei 20 Euro. Rückendeckung bekommt sie von der US-Bank JPMorgan, die ihr Kursziel leicht nach oben angepasst hat.
Die Aktie des Fernsehsenders legt am Mittwochvormittag um rund ein Prozent zu und schneidet damit besser ab als der MDAX. Sollte das Papier über der wichtigen 20-Euro-Marke schließen können, winken weitere Kursgewinne. JPMorgan sieht noch Potenzial für die ProSiebenSat.1 Media AG.
Neutrales Urteil
JPMorgan hat das Kursziel für die Aktie des Medienkonzerns minimal von 23,00 auf 23,30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Mediensektor entwickele sich das dritte Jahr in Folge besser als der Index MSCI EU, was insbesondere für zyklische Werte gelte, schrieb Analyst Filippo Pietro Lo Franco in einer Studie zum Mediensektor vom Mittwoch. Dagegen hätten sich defensive Werte leicht unterdurchschnittlich entwickelt. Werbeagenturen seien dabei weniger zyklisch als gedacht und verdienten daher eine Neubewertung.
Tage der Entscheidung
Das charttechnische Bild der Aktie hat sich in den letzten Wochen stark verbessert. Nach Abschluss eines Doppelbodens bei 16 Euro ging es zügig auf 20 Euro. Entscheidend ist jetzt, ob diese Marke auch nachhaltig überwunden wird. Sollte der Anstieg über 21 Euro, dem Hoch auf Schlusskursbasis vom 1. Juli 2011, gelingen, wäre der Weg in Richtung eines Mehrjahreshochs frei. Dies resultiert vom Frühjahr 2011 und liegt bei etwas über 25 Euro.

Auf dem Schirm haben
Bei ProSieben herrscht (charttechnische) Spannung. Gelingt der Ausbruch sind im Optimalfall 25 Prozent Gewinn möglich. Die Aktie gehört daher auf jede Watchlist.
(mit Material von dpa-AFX)
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