Thomas Bergmann
Praktiker hat im zweiten Quartal wegen der schwachen Konjunktur weniger verdient als im Vorjahr, dennoch die Analystenprognosen übertroffen. Außerdem befinde sich der Konzern auf einem vernünftigen Weg, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Dennoch gerät die Aktie heute kräftig unter Druck. Wie geht es weiter?
Praktiker hat im zweiten Quartal wegen der schwachen Konjunktur weniger verdient als im Vorjahr, dennoch die Analystenprognosen übertroffen. Außerdem befinde sich der onzern auf einem vernünftigen Weg, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Dennoch gerät die Aktie heute kräftig unter Druck. Wie geht es weiter?
Wie der Konzern heute Morgen mitteilte, reduzierte sich das operative Ergebnis (EBITA) von 80 auf 68,1 Millionen Euro, das Nettoergebnis sank um knapp 40 Prozent von 55,7 auf 34,6 Millionen Euro. Damit hat Praktiker jedoch die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz ging wegen Währungsverlusten in Osteuropa von 1,13 auf 1,10 Milliarden Euro zurück.
Auf vernünftigem Weg
Laut Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender von Praktiker, ist man "wieder auf einem vernünftigen Weg". Vor allem das Deutschlandgeschäft habe sich spürbar erholt: Praktiker habe im zweiten Quartal besser abgeschnitten als der Markt und Marktanteile gewonnen, so Werner. Mit 271,5 Millionen Euro in der Kasse verfügt die Gesellschaft zudem über einen komfortablen Bestand an liquiden Mitteln. Trotz großer konjunktureller Unsicherheit rechnet Praktiker in der zweiten Jahreshälfte und damit auch im Gesamtjahr weiterhin mit einem moderaten Umsatzrückgang und einem positiven operativen Ergebnis.
Aktie bleibt kaufenswert
Sowohl operativ als auch charttechnisch geht es mit Praktiker aufwärts. Mit dem Momentum der letzten Tage im Rücken sollte die Aktie das Zwischenhoch bei acht Euro ins Visier nehmen. Mittelfristig sind auch wieder zweistellige Kurse möglich. Wer investiert ist, sollte die Gewinne laufen lassen. Neueinsteiger legen ein Abstauberlimit bei 6,90 Euro. Stopp bei 5,80 Euro.
