Praktiker: Weiterer Mosaikstein
Die Restrukturierung bei Praktiker nimmt weiter Formen an- Jetzt haben auch die Angestellten ihren Teil dazu beigetragen: Die Beschäftigten haben einer fünfprozentigen Gehaltskürzung zugestimmt. Ein entsprechender Tarifvertrag wurde am Freitag mit Verdi geschlossen.
Erzielt werden die Einsparungen demnach in erster Linie durch Reduzierung oder Streichung des Weihnachtsgelds sowie tariflicher und betrieblicher Prämien. Monatliche Tarifgehälter seien nicht betroffen. Zudem gelte im Gegenzug für die Dauer der Laufzeit des Vertrages eine weitgehende Standort- und Beschäftigungssicherung. Durch den Vertrag sollen die Personalkosten in Deutschland von 2012 bis 2014 jährlich um 17,3 Millionen Euro gesenkt werden.
„Wichtiger Beitrag"
Der neue Vorstandsvorsitzende der Praktiker AG, Armin Burger, bezeichnete den Vertrag als Meilenstein auf dem Weg zur Sanierung und zur Zukunftssicherung des Unternehmens. „Mit ihrem temporären Einkommensverzicht leisten die Beschäftigten der Praktiker AG in Deutschland selbst einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung", sagte Burger. Auf die Grundzüge des Sanierungstarifvertrags "über einen temporären Beitrag der Beschäftigten zur Restrukturierung des Konzerns" hatten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft schon im Juli geeinigt.

Die Ampeln für die Refinanzierung von Praktiker stehen weiter auf grün. Jetzt kommt es darauf an, die Kapitalerhöhung erfolgreich auf dem Markt zu platzieren. Dies sollte jedoch kein Problem darstellen, da ein Großteil davon garantiert ist. Im Anschluss an die Kapitalerhöhung könnte es zwar noch einmal zu etwas Abgabedruck kommen, der Kurs für die Praktiker-Aktie sollte jedoch im Idealfall nicht mehr unter 1,40 Euro fallen. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner optimistischen Einschätzung zu der Aktie.
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