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Praktiker: Rückstellungen belasten das Ergebnis

Markus Bußler

Der Baumarktkonzern Praktiker hat in Polen mit dem Vorwurf unzulässiger Preisabsprachen zu kämpfen. Diese sollen dem Kartellamt zufolge in den Jahren 2000 bis 2006 stattgefunden haben. Aus diesem Grund wurde gegen den Konzern ein Bußgeld von umgerechnet 9,4 Millionen Euro verhängt.

Da Praktiker Rückstellungen wegen dieses Bußgelds vornehmen dürfte, dürfte auch das Ergebnis für das zweite Quartal belastet werden. Zurzeit prüft der Konzern jedoch mögliche Rechtsbehelfe gegen den Bußgeldbescheid. Bislang ist das Geschäft alles andere als zufriedenstellend bei Praktiker gelaufen.

Schleppendes Gartengeschäft

"Solange sich die Sonne kaum blicken lässt, läuft auch das um diese Jahreszeit so wichtige Gartengeschäft noch recht schleppend", sagte Vorstandschef Wolfgang Werner am Freitag auf der Hauptversammlung. Bereits im ersten Quartal blieben die Umsätze hinter denen des Vorjahreszeitraums zurück. Dennoch hält Praktiker bislang an der Prognose fest, die Umsätze leicht und das operative Ergebnis deutlich steigern zu wollen.

Auf den ersten Blick sieht das alles andere als ermutigend aus. Dennoch: Die Aktie von Praktiker könnte gerade deshalb ein Kauf sein. Die Probleme von Griechenland, einem wichtigen Markt von Praktiker, eine Strafe in Polen und der bislang kaum vorhandene Frühling - all das ist in den Kursen eingepreist. Derzeit notiert die Aktie nahe ihres Zwölf-Monats-Tiefs bei 5,56 Euro. Mutige Anleger positionieren sich jetzt in der Aktie. Das Frühlingsgeschäft dürfte zumindest zum Großteil nachgeholt werden. Zudem handelt es sich bei der Strafe in Polen um einen Einmaleffekt. DER AKTIONÄR sieht das erste Kursziel bei 7,00 Euro. Wird dieser Widerstand überwunden sind auch schnell wieder Kurse von 8,50 Euro im Bereich des Möglichen.

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