Praktiker: Hoffnungsschimmer?
Ist es die Wende zum Besseren bei der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker? Der Umsatz im Deutschlandgeschäft konnte im ersten Quartal um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Dennoch: Der Konzern steckt nach wie vor tief in den roten Zahlen.
Der Grund dürfte auch im Auslandsgeschäft liegen, das sich weiterhin schwach präsentiert. Aus diesem Grund lag der Gesamtumsatz mit 663 Millionen Euro sogar leicht unter dem Vorjahresniveau von 666,4 Millionen Euro. „Der positive Verlauf des Inlandsgeschäfts bestätigt uns in der Einschätzung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die laufende Restrukturierung zu wirken beginnt. Besonders erfreulich ist dabei, dass der Umsatz von Praktiker in Deutschland nach Jahren des Rückgangs erstmals wieder wächst und sich vor allem die Märkte, die wir komplett umgestellt haben, sehr gut entwickeln", sagte Thomas Fox, Vorstandsvorsitzender der Praktiker.
Operativer Verlust
Für das erste Quartal wies Praktiker einen operativen Verlust aus. Zwar ist dieser in der Branche durchaus saisonüblich und fiel mit 62,1 Millionen Euro auch rund 13,3 Prozent niedriger aus als noch im Vorjahr, dennoch kann man von einer Entspannung noch nicht sprechen. Allerdings zeigt sich auch der Konzernchef mit Blick auf das Ergebnis zuversichtlich. „Mit der Ertragsverbesserung haben wir ein wichtiges Etappenziel erreicht. Zunächst ging es darum, die Abwärtsspirale im Umsatz zu stoppen. Das ist im Ansatz schon Ende 2011 gelungen. Jetzt haben wir auch den Ertrag wieder stärken können", resümiert er.

Zwar scheint der Abwärtstrend bei Praktiker bei Umsatz und Ergebnis zunächst gestoppt zu sein, dennoch steckt das Unternehmen tief in den roten Zahlen fest. Die heutige Nachricht könnte der Aktie zwar kurzfristig auf die Sprünge helfen. Die Unsicherheit jedoch dürfte auch in den kommenden Monaten zu einem äußerst volatilen Kursverlauf führen. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner abwartenden Haltung.
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