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Praktiker: Hier tut sich was

Markus Bußler

Die Praktiker-Aktie hat im vergangenen Jahr zu den größten Wertvernichtern gezählt. Auch DER AKTIONÄR hatte lange Zeit vor einem Engagement gewarnt. Doch die Aktie scheint ihren Tiefpunkt überwunden zu haben. Grund genug, die Aktie erneut unter die Lupe zu nehmen.

Die Aktie der Baumarktkette Praktiker hat bei 1,07 Euro ihr bisheriges Tief markiert. Der Grund: Das Unternehmen steckt noch immer tief in den roten Zahlen. Das Sanierungskonzept des neuen Vorstandsvorsitzenden Thomas Fox lässt einige Fragen offen. Insbesondere ist bislang nicht geklärt, woher die rund 300 Millionen Euro stammen sollen, die für die Sanierung notwendig sind. Doch es gibt bereits erste Lichtblicke: So konnte der Kundenschwund im vierten Quartal zumindest im Deutschlandgeschäft gestoppt werden. Obwohl sich Osteuropa nach wie vor schwach präsentiert, konnte Praktiker in der Ukraine bereits wieder Wachstum verzeichnen. Das Ergebnis sieht man im Chart: Die Aktie hat ihr Tief längst hinter sich gelassen und befindet sich auf dem Weg nach oben.

Entscheidend wird sein, wie Fox mit seinem Sanierungsprogramm vorankommt und ob sich der positive Trend aus dem vierten Quartal auch zu Jahresbeginn fortsetzen wird. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Zum einen dürfte es zu einem Basiseffekt kommen, da die Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr bereits deutlich niedriger sind. Zum anderen sollte auch in Osteuropa das Geschäft seinen Tiefpunkt erreicht haben. Die Schließung unrentabler Märkte in Deutschland dürfte mittelfristig ebenfalls einen positiven Effekt haben und dazu führen, Praktiker wieder zurück in die Gewinnzone zu führen. DER AKTIONÄR rät sehr risikobewussten Anlegern eine erste Position aufzubauen. Verfestigt sich der Trend aus dem vierten Quartal im operativen Geschäft, ist die 3,00 Euro-Marke in greifbarer Nähe.

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