Praktiker: Ein hartes Stück Arbeit
Der Turnaround ist bei der Baumarktkette Praktiker noch nicht in Sicht. Auch in diesem Jahr wird der Konzern wieder rote Zahlen schreiben. Es gibt aber einen ersten Blick: Sollte das Sanierungskonzept umgesetzt werden, will der Konzern zumindest operativ die Wende schaffen.
2012 soll der Konzernumsatz leicht über die im vergangenen Jahr erzielten 3,18 Milliarden Euro steigen, wobei Praktiker auf das Deutschlandgeschäft setzt. Das operative Ergebnis soll sich "deutlich" verbessern. Und das ist auch dringend nötig: „Das zurückliegende Geschäftsjahr war für die Praktiker AG das bisher schlechteste seit dem Börsengang 2005", sagte der neue Vorstandschef Thomas Fox. Nach einem operativen Verlust von knapp 62 Millionen Euro, Kosten für die Restrukturierung und umfangreiche Wertberichtigungen auf Warenvorräte, Anlagevermögen und den Firmenwert prangte unter dem Strich ein Nettoverlust von 555 Millionen Euro. Während die liquiden Mittel sanken, stieg die Verschuldung.

Nachdem die Empfehlung des AKTIONÄRs durch den jüngsten Kursrutsch ausgestoppt wurde, bleiben Anleger derzeit am Seitenrand. Zwar hat der Großaktionär kürzlich seine Bereitschaft erklärt, sich finanziell an der Restrukturierung beteiligen zu wollen. Dennoch bleibt die Aktie eine heiße Wette auf einen Turnaround. Ob dieser gelingen kann, ist derzeit aber völlig offen.
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