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Praktiker: Die Uhr tickt

Markus Bußler

Steht die Rettung der Baumarktkette Praktiker vor dem Aus? Fast sieht es danach aus. Zumindest meldet die Onlineausgabe Der Welt, dass der US-Investor Anchorage droht, sich zurückzuziehen, sollte der Aufsichtsrat nicht die richtigen Entscheidungen treffen. Anchorage will Praktiker ein Darlehen über 85 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

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Neue Informationen könnte es bereits heute geben, der Aufsichtsrat soll gestern Abend getagt haben. Bislang ist aber noch kein Ergebnis durchgesickert. Nach wie vor ist nicht klar, welche Rolle Großaktionärin Isabella de Krassny weiter spielen wird. Sie hatte zuletzt mit einem Rückzug gedroht, kontrolliert aber noch immer rund 15 Prozent an der Baumarktkette. Die von Anchorage geforderte Kapitalerhöhung könnte zum Problem werden, da der Kurs mittlerweile deutlich abgerutscht ist und zwischenzeitlich bei 1,02 Euro notierte, sich aber gestern zum Handelsende wieder leicht erholte. Neue Aktien dürfen nicht unter dem Nennwert ausgegeben werden dürfen. Der beträgt 1,00 Euro.

Die Sache wird immer heißer. Investoren sollten sich allmählich fragen, welches Spiel die Beteiligten wirklich spielen. Eine Rettung könnte in letzter Minute scheitern, nachdem es noch vor ein paar Wochen relativ gut aussah. DER AKTIONÄR hatte stets betont, dass die Aktie nur Investoren vorbehalten ist, die bereits sind, zur Not die Reißleine zu ziehen. Die gestrige Erholung zum Handelsende macht wieder etwas Mut. Doch Anleger sollten sich auf jeden Fall an den platzierten Stoppkurs halten.  

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