Praktiker: Der Ritt auf der Rasierklinge
Bei der Baumarktkette Praktiker geht es derzeit auf und nieder. Nachdem es Ende vergangener Woche zu hohen prozentualen Gewinnen kam, setzen heute bereits erste Gewinnmitnahmen ein. Die nächsten Tage versprechen aufregend zu werden.
Die Frage drängt sich auf: Sind es wirklich schon Umschichtungen aus der Kapitalerhöhung, die für die Kursbewegungen verantwortlich sind. Sprich: Nehmen große Adressen bereits die relativ kleinen Gewinne mit. Dies wäre kein gutes Zeichen. Dies würde dafür sprechen, dass man dem Braten, sprich der Restrukturierung, nicht traut. Sollte die Aktie jetzt wirklich wieder Richtung 1,10 Euro abverkauft werden, sollten die Alarmglocken schrillen.
Kurs weiter am Steigen?
Doch soweit ist es noch nicht: Eine kurze Konsolidierung nach dem Kursanstieg Ende vergangener Woche ist durchaus normal. Hier könnten einige Spekulanten Kasse machen. Im Idealfall spricht einiges dafür, dass der Kurs in den kommenden Tagen weiter steigen wird. Halten die großen Adressen an ihren Stücken fest - oder stocken sogar noch auf - sollten relativ schnell Kurse von 1,50 Euro möglich sein.

Die kommenden Tage und vermutlich Wochen werden bei Praktiker alles andere als langweilig. Interessant dürfte auch der morgige Dienstag werden: Dann will Praktiker ein trading-Statement herausgeben. Die Aussagekraft dürfte zwar noch gering sein, da die Zahlen von dem Umbau auf Max Bahr gekennzeichnet sind. Dennoch könnte eine erste Tendenz erkennbar sein, ob der Umsatzschwund im Deutschlandgeschäft gestoppt ist. Investierte Anleger ziehen den Stoppkurs auf 1,08 Euro nach.
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