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Praktiker: Commerzbank hilft – 20 Prozent auf die Aktie?

Michael Schröder

Praktiker kann offenbar weiter mit der Unterstützung von Banken rechnen. Am Wochenende einigte sich die angeschlagene Baumarktkette mit einem Bankenkonsortium unter Leitung der Commerzbank auf eine gemeinsame Kreditvereinbarung, in welche die bisher bestehenden bilateralen Kreditlinien überführt werden sollen. Damit dürfte die Aktie ihre jüngste Kursrallye weiter fortsetzen.

Praktiker hat sich am Wochenende mit einem Bankenkonsortium unter Leitung der Commerzbank im Rahmen eines Term Sheets geeinigt, ihre bisher bestehenden bilateralen Kreditlinien in eine gemeinsame Kreditvereinbarung zu überführen. Der Umfang der Praktiker hierdurch zur Verfügung stehenden Finanzmittel macht einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus und ist unverändert geblieben. Praktiker hat damit die Sicherheit, etwaige Finanzierungsspitzen, die typischerweise im Vorfeld der anstehenden Frühjahrssaison anfallen können, über kurzfristigen Zugriff auf diese Kontokorrentlinien abdecken und überbrücken zu können.

Erste Zusagen

DER AKTIONÄR hatte bereits erklärt, dass Praktiker um einen Kredit ringen würde, um das Frühjahrsgeschäft vorzufinanzieren. Der Hintergrund: Baumärkte haben im Januar und Februar den höchsten Liquiditätsbedarf. Die Banken des Konsortiums erhalten durch ihre Zusagen in erster Linie die bestehenden Rahmenbedingungen zur reibungslosen Abwicklung des operativen Geschäfts weiter aufrecht, unterstützen aber gleichzeitig damit die anstehenden Restrukturierungsschritte der Gesellschaft. Alle Warenkreditversicherer, mit denen Praktiker zusammen arbeitet, haben zudem vertraglich zugesichert, die bestehenden Lieferantenkredite im bedarfsgerechten Umfang und auf Dauer aufrecht zu erhalten.

Weiter aufwärts

Damit dürfte die Aktie ihre jüngste Kursrallye zunächst weiter fortsetzen. Aber: Meldungen über Geldsorgen (DER AKTIONÄR berichtete am 24. Januar) werden sich mit Nachrichten, die Hoffnung verbreiten, abwechseln. Eine fundamentale Bewertung des Konzerns ist deshalb kaum möglich. DER AKTIONÄR hatte bei Praktiker im Bereich von 1,70 Euro zum Einstieg geraten. Wer dieser Empfehlung gefolgt ist, sollte weiterhin den nachgezogenen Stoppkurs bei 1,75 Euro im Auge behalten. Im besten Fall nimmt Praktiker in dieser Woche noch die 3-Euro-Marke in Angriff.

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