Positive Meldungen verpuffen: Hochtief weiter auf Talfahrt
Die Aktie von Hochtief gehört zum Wochenausklang zu den schwächsten Werten im MDAX und setzt ihre technische Abwärtsbewegung fort. Positive Meldungen der Tochter Leighton finden am Markt kein offenes Ohr.
Wie Hochtief am Freitag berichtet, konnte die Tochtergesellschaft Leighton binnen kurzer Zeit in allen drei Segmenten - Energieinfrastruktur, Metropolen und Verkehrsinfrastruktur - Neuaufträge mit einem Volumen von insgesamt 672,9 Millionen Euro an Land ziehen Euro. Unterdessen hat die Berenberg Bank die Aktien des Baukonzerns mit "Hold" und einem Kursziel von 52,00 Euro in die Bewertung aufgenommen. Nach Meinung von Analyst Chris Moore sind die Verluste von Leighton mittlerweile eingepreist.
Im Abwärtssog
Im Februar 2012 prallte die Hochtief-Aktie bei 55,92 Euro ab und beendete den vorangegangenen steilen Aufwärtstrend. Eine kurze Gegenbewegung endete im März am Widerstand bei 46,84 Euro. Mit dem Rutsch unter die Marke von 43,50 Euro hat der Titel ein neues technisches Verkaufssignal geliefert. Nun wartet eine horizontale Unterstützung bei 39,75 Euro, ehe das Mehrjahrestief getestet werden könnte.

Finger weg
Hochtief hat sich nach der Gewinnwarnung der Tochter Leighton viel Vertrauen verspielt. Anleger schmeißen ihre Stücke reihenweise auf den Markt. DER AKTIONÄR hat Anlegern bereits in Ausgabe 16/12 einen Wechsel auf die Short-Seite empfohlen. Nach dem technischen Verkaufsignal spricht wenig dafür, dass der MDAX-Titel seine Talfahrt stoppt. Das Kursziel liegt bei 35 Euro.
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