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Porsche günstig abzugeben

Werner Sperber

Porsche wird von Volkswagen übernommen. Die mit der Übernahme einhergegangene Kapitalerhöhung zu 38 Euro je Aktie hat den Besitz der Aktionäre stark verwässert, was zu den Kursverlusten beigetragen hat. Mittlerweile sind die Anteilscheine des Sportwagen-Herstellers so günstig, wie kaum eine andere Auto-Aktie.

Es gibt noch offene Fragen bezüglich rechtlicher und steuerlicher Aspekte bei der geplanten Übernahme von Porsche durch Volkswagen. Doch ist davon auszugehen, dass Prof. Dr. Ferdinand Karl Piëch, Aufsichtsrat von Porsche und Aufsichtsrats-Vorsitzender von Volkswagen, diese lösen lassen wird. Der Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen wird dann ein normales Mitglied des Fahrzeug-Konzerns der Familie Piëch/Porsche und der Blick der Anleger wird sich wieder auf das operative Geschäft richten.

Derzeit korrigiert der Aktienkurs noch unter dem Eindruck der für die Übernahme notwendigen Kapitalerhöhung, bei der Porsche rund 131 Millionen neuen Anteilscheine zu 38 Euro ausgegeben hat. Charttechnisch scheint sich ein Boden zu bilden. Denn mit dieser Konsolidierung sind die Anteilscheine so günstig geworden, wie kaum eine andere Auto-Aktie. Analysten schätzen die Gewinne je Aktie für die Jahre 2011 bis 2013 auf 8,16 Euro beziehungsweise 10,58 Euro respektive 12,17 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 6 beziehungsweise 4 respektive 4. Bei solchen Bewertungen können nur die mit Problemen kämpfenden Firmen Peugeot, Renault und General Motors sowie die russische GAZ mithalten. Auch wenn die Konsolidierung noch etwas anhalten mag, sollten mutige Anleger die Aktie mit einem Kursziel von 65 Euro und einem Stoppkurs bei 39 Euro einsammeln.

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