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Porsche: Wiedeking wirkt nervös

Carsten Englert

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Im Vorfeld des dreifachen Hexen-Sabbats holt Porsche-Chef Wiedeking im Porsche-internen Machtkampf aus und droht sowohl Eigentümer als auch Aufsichtsrat. Porsche vermeldet zudem schlechte Neunmonatszahlen.

Im Vorfeld des dreifachen Hexen-Sabbats holt Porsche-Chef Wiedeking im Porsche-internen Machtkampf aus und droht sowohl Eigentümer als auch Aufsichtsrat. Porsche vermeldet zudem schlechte Neunmonatszahlen.

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking schlägt verbal um sich. Wie gestern die Süddeutsche Zeitung vermeldete, griff der Unternehmens-Chef den Eigentümer Piëch bereits im Mai in einem Brief an. Piëch habe mit seinen Angriffen dem Unternehmen geschadet. Wiedeking stellt sogar die Drohung einer Schadensersatzklage in den Raum. Doch damit nicht genug: Auch den im Aufsichtsrat von Porsche sitzenden IG-Metall-Chef Berthold Huber drohte er in einem Brief mit einer Klage, da er mit seiner öffentlichen Ablehnung des von Porsche benötigten KfW-Kredites dem Unternehmen geschadet habe.

Schrumpfendes Geschäft
Die Neumonatszahlen von Porsche sind wie erwartet schlecht ausgefallen. Der Sportwagenbauer hat in diesem Zeitraum einen Umsatzrückgang von 15 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Der Absatz sank sogar um 27,6 Prozent auf 53.635 Fahrzeuge. Das operative Ergebnis von Porsche allein liegt laut Unternehmensangaben unter Vorjahresniveau. Wenn man die ersten drei Monate des VW-Jahres mit einrechnet, hat es sich jedoch deutlich gesteigert. Die Umsatzrendite war nahezu zweistellig. Laut Platow ist darüberhinaus im Gespräch, dass die Eigentümerfamilien Piëch und Porsche einen Teil der von Porsche gehaltenen VW-Aktien selber übernehmen und somit der Gesellschaft etwas Luft verschaffen.

Es bleibt spannend
Wendelin Wiedeking scheint nervös zu sein. Ob dies als Zeichen gewertet werden kann, dass Porsche heute tatsächlich Ungemach droht, bleibt abzuwarten. DER AKTIONÄR wird heute weiter über die Geschehnisse rund um Porsche und VW berichten. Anleger, die der ersten Empfehlung des AKTIONÄRS gefolgt sind, sollten unbedingt den Stoppkurs bei 42 Euro beachten.

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