Pleite für Bayer
Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer muss einen Rückschlag verdauen: Das Medikament Nexavar wird wahrscheinlich vorerst nicht auch noch gegen Lungenkrebs eingesetzt werden können. Welche Folgen hat das für die Aktie des DAX-Konzerns?
Bayers Kassenschlager Nexavar darf wahrscheinlich nicht auch noch bei Lungenkrebs eingesetzt werden. Die Leverkusener erreichten in einer Phase-III-Studie mit ihrem Medikament nicht den primären Endpunkt. Nun will der Konzern zunächst die Ergebnisse genau auswerten. Möglicherweise startet Bayer auch weitere Studien. Ein Zulassungsantrag für die Anwendung von Nexavar beim Kampf gegen Lungenkrebs dürfte sich nun erstmal auf unbestimmte Zeit verschieben.
Nexavar bleibt wichtig
Konzernangaben zufolge laufen derzeit noch Studien zum Einsatz von Nexavar bei Brust- und Schilddrüsenkrebs sowie einem erweiterten Einsatz bei Leberkrebs. Aktuell ist das Präparat für die Behandlung von Nieren- und Leberkrebs zugelassen. Im vergangenen Jahr setzte Bayer mit dem Medikament 725 Millionen Euro um. Es ist damit gemessen an den Erlösen das viertwichtigste Mittel des Unternehmens und steuerte rund sieben Prozent zum Pharmaumsatz des Konzerns bei.

Marktteilnehmer enttäuscht
Die Investoren zeigen sich von der Negativmeldung enttäuscht. In einem sehr freundlichen Marktumfeld pendelt die Bayer-Aktie um das Vortagesniveau. Angesichts der im historischen Vergleich sehr günstigen Bewertung mit einem KGV von 10 ist die Bayer-Aktie für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein Kauf. Das Kursziel lautet nach wie vor 66,00 Euro, der Stopp sollte bei 48,00 Euro belassen werden.
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