Steffen Eidam
Die Lufthansa hat im Februar unter dem Pilotenstreik gelitten und weniger Passagiere befördert als im Vorjahr. Bei der Schweizer Tochter Swiss zog das Passagieraufkommen allerdings deutlich an.
Es war zu erwarten: Infolge des Pilotenstreiks sind die Fluggastzahlen geringer ausgefallen als ein Jahr zuvor. Erstaunlich gut entwickelten sich aber die Zahlen bei Swiss, der Vorzeigetochter der Lufthansa. Im Frachtgeschäft setzte sich die Erholung unterdessen unvermittelt fort. Die Aktie scheint den jüngsten Dämpfer indes locker weggesteckt zu haben.
Streik belastet Verkehrszahlen
Die Auseinandersetzung zwischen den Piloten der Vereinigung Cockpit hat zu sinkenden Verkehrszahlen bei der Lufthansa geführt. Unter der Marke Lufthansa flogen im Februar 3,51 Millionen Passagiere und somit 7,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Erfreulich: Bei der Schweizer Tochter Swiss ging ging es um 11,1 Prozent nach oben. Inklusive der Töchter BMI und Austrian Airlines beförderte die Lufthansa im Januar konzernweit 5,605 Millionen Passagiere und somit knapp 20 Prozent mehr als im Vorjhar. Die Auslastung ging konzernweit um 0,3 Prozentpunkte auf 72,1 Prozent zurück.
Frachtgeschäft legt weiter zu
Weiter aufwärts geht es im Frachtgeschäft. So beförderte Lufthansa Cargo im Februar 119.000 Tonnen Fracht und Post - das ist ein Zuwachs von neun Prozent im Vergleich zu Februar 2009. Die Auslastung der Frachträume verbesserte sich um 13 Prozentpunkte auf 72,5 Prozent. Konzernweit steigerte die Lufthansa das Aufkommen um 9,1 Prozent auf 136 Tonnen, die Frachtauslastung stieg um 12,7 Prozentpunkte auf 69,8 Prozent.
Aktie setzt Erholung fort
Die schwierige Nachrichtenlage der vergangenen Wochen ist nicht spurlos an der Lufthansa-Aktie vorbeigegangen. Von einem Einbruch konnte aber keine Rede sein, im Gegenteil: Das Papier zeigte sich zuletzt robust und scheint nun wieder in den Steigflug überzugehen. DER AKTIONÄR wies frühzeitig auf den anstehenden Trendwechsel hin. Jüngst wurde der seit Mitte Januar andauernde steile Abwärtstrend verlassen und anschließend der Widerstandsbereich bei 11,50 Euro überwunden. Die 90-Tage-Linie dient jetzt als Unterstützung bei etwaigen Rücksetzern.